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15.12.2015

16:38 Uhr

Neues Gebot für Balda

Vorstand befürwortet Angebot der Italiener

VonReuters , Anja Müller

Der italienische Verpackungshersteller Stevanato soll den Zuschlag für das operative Geschäft von Balda bekommen. Die nächste Hauptversammlung des Kunststoffherstellers wird Ende Januar abstimmen.

Der Bieterwettstreit um das Unternehmen geht weiter. dpa

Balda AG

Der Bieterwettstreit um das Unternehmen geht weiter.

BerlinDer Bieterwettstreit um den Kunststoffteile-Produzenten Balda geht offenbar in die letzte Runde. Vorstand und Aufsichtsrat befürworten laut Adhoc-Mitteilung vom Dienstagnachmittag das Angebot des italienischen Verpackungsspezialisten Stevanato für das operative Geschäft in Höhe von 80 Millionen Euro.

Damit wird das Gebot des Düsseldorfer Familienunternehmens Heitkamp & Thumann (H&T) übertroffen, das nach einer zwei Tage dauernden Hauptversammlung bereits vorläufig den Zuschlag bekommen hatte.

Vorstand und Aufsichtsrat hätten das Angebot von Stevanato inzwischen „eingehend geprüft“ und halten es gegenüber dem Angebot von H&T „unter Berücksichtigung aller Umstände für vorzugswürdig“, heißt es in der Adhoc-Mitteilung vom Dienstagnachmittag weiter. Heitkamp & Thumann will sich noch nicht dazu äußern, welche nächsten Schritte das Unternehmen plant, erklärt H&T-Personalchef Nils Hubert dem Handelsblatt. „Wir warten auf die Details, auch in Bezug auf die Freistellungen und Garantien von denen am Montagabend in der Adhoc-Mitteilung die Rede war.“

Die Frage sei, mit welchen Risiken für die Aktionäre das neue Angebot verbunden sei. Balda-Vorstandschef Oliver Oechsle erklärte, entscheidend sei ausschließlich die „Qualität des Angebotes“. Zu den in der Adhoc-Mitteilung erwähnten Unterschieden zwischen den beiden Angeboten wollte Oechsle nichts weiter sagen.

Balda war als Hersteller von Kunststoff-Schalen für Handys bekannt geworden, heute geht es vor allem um das Geschäft in der Medizintechnik. Die nun von Stevanato übertrumpfte Firma Heitkamp & Thumann hatte sich im Ringen um Balda zuvor knapp gegen den Münchener Mittelstands-Investor Paragon durchgesetzt.

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