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23.07.2013

20:46 Uhr

Partnerschaft

Fahrradhersteller Mifa will Allianz mit Indern bilden

Die zwei Fahrradhersteller wollen voneinander profitieren: Mifa und Hero Cycles planen eine strategische Partnerschaft. Wie genau die aber aussehen soll, ist noch unklar. Mifa will bald mehr Details veröffentlichen.

E-Bikes der Mifa Mitteldeutsche Fahrradwerke AG in Sangerhausen: Der Fahrradhersteller profitierte in den vergangenen Jahren stark vom Boom bei Elektrorädern. dpa

E-Bikes der Mifa Mitteldeutsche Fahrradwerke AG in Sangerhausen: Der Fahrradhersteller profitierte in den vergangenen Jahren stark vom Boom bei Elektrorädern.

SachsenhausenDer Fahrradhersteller Mifa will eine Allianz mit dem größten indischen Fahrradhersteller Hero Cycles eingehen. Es sei eine strategische Partnerschaft beabsichtigt, teilten die Mitteldeutschen Fahrradwerke am Dienstagabend in Sangerhausen mit. Dabei sollten „umfangreich vorhandene Synergien“ zwischen den Unternehmen genutzt werden.

Es sei außerdem vorgesehen, dass sich Hero mit einer Minderheitsbeteiligung an Mifa beteilige. Mifa ist Deutschlands absatzstärkster Fahrradhersteller. Größter Einzelaktionär ist der Gründer des Finanzdienstleisters AWD, Carsten Maschmeyer. Er hält knapp 28 Prozent der Anteile.

Wie genau die strategische Partnerschaft aussehen soll, ist noch unklar. Die Mifa werde weitere Details veröffentlichen, sobald die Verhandlungen weiter fortgeschritten seien, hieß es.

Der Fahrradhersteller profitierte in den vergangenen Jahren stark vom Boom bei Elektrorädern. 2012 stieg der Gesamtumsatz um knapp 11 Prozent auf rund 111 Millionen Euro. Der Anteil der E-Bikes am Umsatz kletterte von 12,5 Prozent auf 30 Prozent.

Sondereffekte wie der Zukauf von zwei Fahrradfirmen brachten Mifa unterm Strich einen Verlust von einer Million Euro ein. Etwa ein Fünftel des Gesamtumsatzes erzielte Mifa im vergangenen Jahr durch den Export, vor allem in europäische Länder.

Mifa hat ehrgeizige Ziele. In den kommenden vier bis sechs Jahren soll der Umsatz früheren Angaben zufolge auf 200 Millionen Euro verdoppelt werden.

Im ersten Quartal 2013 hatte der harte Winter Mifa den Start in die Frühjahrssaison vermiest. Weil weniger Fahrräder verkauft wurden, gingen Umsatz und Ergebnis zurück. Mifa zeigte sich aber für das Gesamtjahr optimistisch.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

23.07.2013, 22:43 Uhr

Hero Motors, der wie Hero Cycles auch zur Hero Gruppe gehört hat eine langjährige Zusammenarbeit mit Honda Motors gehabt. Dabei hatte Hero Honda den Zugang zum indischen Markt untersagt und als Honda sich von der Zusammenarbeit trennte um eigene Produkte unter der Honda-Marke zu verkaufen, schloß Hero eine Vereinbarung mit Honda ab, die eine mehrjährige Nutzung der Honda-Technologie für die Hero-eigene Produkte vorsah. Nun hat Hero diese Technologie weiter optimiert (Reverse Engineering) und eine US-Amerikanische Marke aufgekauft. Ich gehe davon aus, mit Mifa wird es endlich aussehen. Hero Cycles wird Mifa schlucken oder an die Wand fahren, sodass von Mifa nichts übrig bleibt. Oder die klauen die Mifa-Technologie und dann beansprucht diese für sich selbst. Ich kann daher über die Kurzsichtigkeit der blauäugigen deutschen Wirtschaft nur den Kopf schütteln.

meinemeinung

24.07.2013, 10:22 Uhr

der letzte Satz ist Schwachsinn lieber meantares. Wicht und Maschmeyer sind alles andere als blauäugig ;-)

UlrichKlawe

24.07.2013, 12:30 Uhr

Zusammen sind Mifa und Hero eine sehr starke Gemeinschaft. Ich bin sicher, dass diese Kooperation für beide Seiten Erfolgreich sein wird

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