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10.11.2011

15:14 Uhr

Personal aus dem Ausland

Die Regierung hilft beim Werben um Fachkräfte

VonMathias Peer

Mittelständler suchen derzeit verstärkt außerhalb Deutschlands nach qualifiziertem Personal. Ein neues Gesetz zur Anerkennung internationaler Abschlüsse soll die Hürden senken - auch wenn das alleine nicht reichen wird.

Besonders Fachkräfte aus dem IT-Bereich sind derzeit gefragt. dpa

Besonders Fachkräfte aus dem IT-Bereich sind derzeit gefragt.

KölnSeit einem Jahr ist Rainer Bamberger bereits auf der Suche, doch fündig wurde er bis heute nicht. Vergeblich versucht der Vorstandsvorsitzende des Stuttgarter IT-Beratungsunternehmens Infoman einen Softwareexperten einzustellen, der spezifische Lösungen für Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau entwickeln kann. Passende Kandidaten meldeten sich bisher noch nicht. "Wie schwer es bereits heute ist, Fachkräfte einzustellen, zeigt sich in unserem hochspezialisierten Marktsegment besonders stark", sagt Bamberger.

Weil Infoman auf dem deutschen Arbeitsmarkt nicht ausreichend viele Bewerber findet, die den Anforderungen entsprechen, geht das Unternehmen nun neue Wege: In einem Zusammenschluss mit mehreren anderen Stuttgarter IT-Unternehmen will Bambergers Firma verstärkt ausländische Spezialisten anwerben.

Helfen soll dabei eine breit angelegte Imagekampagne, die für die Attraktivität des Standorts Stuttgart im Ausland trommelt und sich für die Integration ausländischer Fachkräfte einsetzt. "Wir werden in den kommenden Jahren auf den Zuzug gut ausgebildeter Experten angewiesen sein und wollen deshalb auch, dass das auf gesellschaftliche Akzeptanz stößt", sagt Bamberger.

Dass Unternehmer im Zuge des Fachkräftemangels nicht länger darauf verzichten können, international auf Personalsuche zu gehen, hat auch die Politik erkannt. Mit dem Ende September vom Bundestag beschlossenen Anerkennungsgesetz soll das Anstellen ausländischer Fachkräfte leichter werden. Geplant ist ein standardisiertes Verfahren, in dem ohne bürokratische Hürden die im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen bewertet und gegenüber Arbeitgebern bescheinigt werden. Das soll Betrieben bei der Beurteilung ausländischer Abschlüsse helfen.

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