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08.06.2017

15:20 Uhr

Pfeiffer Vacuum

Busch überspringt 30-Prozent-Hürde knapp

Die Busch-Gruppe hat eine wichtige Hürde im Übernahmekampf um Pfeiffer Vacuum übersprungen. Das Familienunternehmen kann nun ohne neues Angebot weitere Zukäufe am Markt tätigen.

Im Übernahmeprozess halte Busch nun 30,14 Prozent des Grundkapitals.

Pfeiffer Vacuum-Übernahme

Im Übernahmeprozess halte Busch nun 30,14 Prozent des Grundkapitals.

DüsseldorfDer Vakuumpumpen-Hersteller Busch hat im Übernahmepoker um den Wettbewerber Pfeiffer Vacuum nach Ablauf der Annahmefrist die 30-Prozent-Hürde nur knapp übersprungen. Das versetzt das Familienunternehmen aber in die Lage, ohne neues Angebot am Markt weiter zuzukaufen und so seinen Anteil auszubauen.

Entsprechend positiv äußerte sich Gesellschafter Sami Busch am Donnerstag: „Wir haben mit dem freiwilligen Übernahmeangebot die wichtige Kontrollschwelle von 30 Prozent überschritten und sind zufrieden, dass wir unsere Beteiligung weiter aufstocken konnten.“

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Die Vakuumpumpen-Unternehmer erhöhen den Druck auf das Management beim Übernahmeziel Pfeiffer. Besonders das Verhalten des Pfeiffer-Aufsichtsratschefs Michael Oltmanns ist den Buschs ein Dorn im Auge.

Pfeiffer-Chef Manfred Bender sieht derweil seine Ablehnung der Übernahme durch den Großaktionär bestätigt: Die überaus geringe Annahmequote von lediglich rund 0,17 Prozent bestätige, dass fast alle Aktionäre die Meinung des Managements zur Unangemessenheit des Angebots teilen. „Es war und ist unsere Pflicht, das Übernahmeangebot im Interesse aller Aktionäre abzulehnen“, so Bender. Zudem lehne er den angekündigten Zugriff der Busch-Gruppe auf den Aufsichtsratsvorsitz ab. Bender kündigte indes an, eine operative Zusammenarbeit mit der Busch-Gruppe ausloten zu wollen, um mögliche Synergien zu heben.

Bis zum 1. Juni waren etwa 17.000 Pfeiffer-Aktien zum Kauf angedient worden, so dass Busch nun 30,14 Prozent des Grundkapitals hält. Mit dem Erreichen der 30-Prozent-Hürde kann Busch zwar am Markt weiter zukaufen. Sollte sich der aktuelle Kurs von rund 128 Euro allerdings halten, muss Busch dafür tiefer in die Tasche greifen. Die Offerte lag bei 110 Euro je Anteilsschein.

Gemäß Übernahmegesetz haben die Aktionäre, die ihre Aktien noch nicht zum Kauf angedient haben, nun nochmals zwei Wochen Zeit, dies zu tun. Die sogenannte Zaunkönigfrist endet am 22. Juni.

Von

rtr

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