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28.12.2011

12:32 Uhr

Prognose

Mittelstand schöpft Hoffnung für 2012

Der deutsche Mittelstand blickt vorsichtig optimistisch auf das kommende Jahr. Verbandspräsident Mario Ohoven erwartet ein Wachstum von einem Prozent - allerdings nur wenn die Politik einen klaren Kurs fährt.

Stahlrollenlagerung eines mittelständischen Unternehmens. ZBSP

Stahlrollenlagerung eines mittelständischen Unternehmens.

BerlinDer deutsche Mittelstand ist trotz der mit der Eurokrise verbundenen Unsicherheiten für das kommende Jahr vorsichtig optimistisch. Knapp ein Drittel (31 Prozent) der 2700 im Dezember befragten Unternehmern erwarte, dass sich ihre Geschäftslage im ersten Halbjahr weiter verbessern werde, rund 52 Prozent gingen von einer gleichbleibend guten Lage aus, sagte der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, am Mittwoch in Berlin. 17 Prozent der Befragten gehen demnach von schlechteren Geschäften aus.

Der Mittelstand bleibe 2012 „der Garant für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland“, sagte Ohoven. Allerdings seien „Bremsspuren deutlich erkennbar“. Die europäische Staatsschuldenkrise dürfe nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Für Deutschland erwartet Ohoven 2012 ein Wirtschaftswachstum von einem Prozent. Entscheidend dafür sei, dass die Bundesregierung Planungssicherheit für die Unternehmen schafft. Die Steuer- und Abgabenlast dürfe nicht weiter erhöht werden. Auch bezüglich der Eurokrise stellt der Mittelstand klare Forderungen: „Die Politik in Berlin und Brüssel hat es in der Hand, ob 2012 ein gutes Jahr für den Mittelstand wird“, sagte Ohoven. Er erhoffe sich für Deutschland „einen klareren politischen Kurs als bisher“.

Der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven. dpa

Der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven.

Als „Auftrag für die Bundesregierung“ bezeichnete Ohoven das klare Bekenntnis der mittelständischen Unternehmer zur europäischen Gemeinschaftswährung. Fast 87 Prozent der Befragten sagten Ja zum Euro in der jetzigen Form. Allerdings hätten auch knapp 58 Prozent der Aussage zugestimmt, es könnten nicht alle Länder in der Eurozone bleiben, weil die Wirtschaftsstrukturen zu unterschiedlich seien.

Kommentare (1)

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uthi

01.01.2012, 20:06 Uhr

"erwartet ein Wachstum von einem Prozent - allerdings nur wenn die Politik einen klaren Kurs fährt."

Das heißt, wenn die Bundesregierung den Unternehmen mehr Steuergelder in den Allerwertesten bläst. Ich würde denen Schrot in den Hintern pusten!

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