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08.02.2017

13:13 Uhr

Reinigungs-Start-up

Book A Tiger will mehr Büros putzen

VonAlexander Demling

Das Berliner Reinigungs-Start-up Book A Tiger sammelt weiteres Kapital ein. Die Gründer konzentrieren sich dabei auf das Geschäft mit Unternehmen – und wollen bei der Personalpolitik einen eigenen Weg gehen.

Book A  Tiger verzeichnet im Geschäft mit Unternehmen hohe Zuwächse. dpa

Putzdienste

Book A Tiger verzeichnet im Geschäft mit Unternehmen hohe Zuwächse.

DüsseldorfFast exakt vor einem Jahr machte Book A Tiger eine für die Tech-Szene überraschende Ankündigung: Das Berliner Start-up wollte seine Putzkräfte anstellen und sich vom Plattform-Modell a la Uber abzuwenden: Statt wie bisher nur als Marktplatz zu agieren und den Putzkräften die Verantwortung etwa für ihre Sozialversicherung zu überlassen, wollten die Gründer Nikita Fahrenholz und Claude Ritter hunderte Stellen für Putzpersonal schaffen.

Ganz schlecht scheint es seitdem nicht gelaufen zu sein: Book A Tiger hat bei Investoren einen zweistelligen Millionenbetrag eingeworben, insgesamt steckt nun 20 Millionen Euro Risikokapital in dem Unternehmen, wie Fahrenholz dem Handelsblatt erklärt. Neben Alt-Investoren investiert in dieser Runde auch ein Private-Equity-Fonds. Zudem beteiligt sich der German Media Pool in einem Media-for-Equity-Deal an Book A Tiger. Für 10 Millionen Euro in Werbeleistungen erhält der Investor laut Handelsregister 0,5 Prozent am Unternehmen.

Book A Tiger sei durchfinanziert, um in den nächsten zehn bis zwölf Monaten profitabel zu werden, sagt Fahrenholz. Mit dem Geld soll der Umbau des Unternehmens zur Reinigungsfirma für Büros fortgesetzt werden. „Wir konnten bereits 500 Unternehmen gewinnen“, erklärt Fahrenholz. Darunter seien Start-ups wie Deliveroo, aber auch große Anwaltskanzleien.

Der „Business-to-Business“-Bereich sei in den vergangenen zwölf Monaten um 1600 Prozent gewachsen. Allerdings bietet Book A Tiger seine Leistungen auch erst seit eineinhalb Jahren Unternehmen an. „Wir wollen eine Schnittstelle für Büros werden, über die man alle Dienstleistungen wie Catering und Getränke, aber auch Hausmeister- und Sicherheitsdienste buchen kann“, erklärt Fahrenholz.

Fahrenholz und Ritter sind Altbekannte in der Berliner Gründerszene: Vor Book A Tiger hatten die beiden bereits Lieferheld mitgegründet, aus dem Delivery Hero hervorging, das mit rund drei Milliarden Euro am höchsten bewertete deutsche Start-up. Die Essenslieferplattform verließen sie 2014, um sich Book A Tiger zu widmen.

Mit dem stärkeren Fokus auf Unternehmenskunden bewegen sich die beiden Gründer auch wieder in Richtung ihrer Wurzeln: Die Vernetzung von Catering-Firma und Büromanagern sei „eine Plattform, die sehr ähnlich läuft wie Delivery Hero.“

Das Geschäft mit Privathaushalten, die eine Putzkraft suchen, wächst aber ebenfalls weiter: Hatte Fahrenholz vor einem Jahr noch ein Wachstum auf 600 Mitarbeiter bis April 2016 angekündigt, nähere man sich jetzt 1000 Mitarbeitern. Die Hoffnung, durch die Festanstellungen eine bessere und verlässlichere Reinigung anbieten zu können, habe sich erfüllt, sagt Fahrenholz. Die Wiederkehrrate von Kunden habe sich um das Zweieinhalbfache erhöht.

Und das, obwohl Hauptkonkurrent Helpling, die von Rocket Internet finanzierte Reinigungs-Plattform, meist einige Euro weniger pro Putzstunde verlangt. „Klar sind wir teurer“, sagt Fahrenholz, „wir müssen ja auch Steuern und Sozialversicherung zahlen.“

Kommentare (1)

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08.02.2017, 15:02 Uhr

"Herr Max Marx08.02.2017, 10:50 Uhr
@ Marc Hofmann
Selten so einen unqualifizierten Unsinn gelesen!!!
Autonomes Fahren ist weit mehr als nur programmieren. Das Programmieren ist in diesem Bereich ein Hilfsjob. Die wahren Macher sind die Bauteileentwickler & Applikateure. Mal informieren ... bevor du Märchen postest."

@Max Marx
ich poste keine Märchen,
sondern nur die Wahrheiten über die grünsozialistische Merkelregierung.
Was wäre ich froh, wenn wir so lupenreine Demokraten wie Putin oder Trump an der macht hätten.
Aber wir haben ja nur einen zaudernden Hosenanzug.
Danke

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