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01.10.2013

12:25 Uhr

Rektor Pinkwart im Gespräch

Frisches Geld für die HHL

VonStefani Hergert

ExklusivDie private Leipziger Managementhochschule HHL hat mit dem Bildungsanbieter Cognos einen neuen Gesellschafter, den die klamme Hochschule für den Ausbau dringend braucht. Der aber spielt in einer anderen Liga. HHL-Chef Andreas Pinkwart erklärt im Interview, warum die Partnerschaft dennoch sinnvoll ist.

HHL-Chef Andreas Pinkwart. dpa

HHL-Chef Andreas Pinkwart.

Herr Pinkwart, Sie haben mit dem Bildungsanbieter Cognos, der Akademien, Berufsschulen und Hochschulen betreibt, einen neuen Gesellschafter. Wie viel Geld bringt der mit?

Wir erweitern den Gesellschafterkreis im Rahmen einer Kapitalerhöhung, Cognos wird dann 25 Prozent plus eine Stimme halten. Wir sprechen nicht über Zahlen, aber Cognos wird die Eigenkapitalbasis der HHL verbreitern und unsere Wachstumsstrategie unterstützen, insbesondere durch zusätzliche Investitionen in die Forschung. 

Was genau heißt das?

Wir werden zwei neue Forschungszentren mit insgesamt drei Lehrstühlen gründen. Eines zum Thema Wirtschaftspsychologie und Führung, das den Namen des Cognos-Gesellschafters Arend Oetker tragen wird. Das zweite Zentrum wird sich den Themen Gesundheit und Regulierung widmen. Wir wollen es gerne nach dem Cognos-Gesellschafter Ludwig Fresenius benennen. Beide Persönlichkeiten verkörpern in besonderer Weise unsere Mission einer verantwortungsvollen unternehmerischen Führung.

Sind beide Zentren denn dauerhaft finanziert?

Es ist eine strategische Partnerschaft, die über den zunächst vereinbarten Zeitraum von fünf Jahren hinaus angelegt ist. 

Sind ihre Finanzsorgen damit erst einmal passé? Die HHL schreibt ja seit Jahren Verluste. 

Ich würde nicht sagen, dass sie passé sind. Aber wir sind bereits in den vergangenen beiden Jahren durch viele neue Förderer und deutlich mehr Studierende ein großes Stück vorangekommen. Die schnelle weitere Umsetzung unseres Zukunftskonzepts innovate125 mit Hilfe des strategischen Partners macht uns im internationalen Wettbewerb nachhaltig robuster und für weitere Förderer attraktiver.

Was bringt der HHL ein Gesellschafter, der selbst Akademien und Fachhochschulen betreibt? Spielt der nicht in einer anderen Liga?

Cognos entwickelt sich seit Jahren sehr dynamisch national wie international und hat ein breites Bildungsangebot. Dies  will man nun mit einem profilierten Kooperationspartner im Premiumbereich abrunden. 

Wäre für die HHL ein Partner, der selbst Premium ist, nicht besser?

Cognos  hat viel Erfahrung als Akademie und im Fachhochschulbereich und ist dort sehr angesehen und erfolgreich. Die Verantwortlichen sind an exzellenter Forschung und einem starken internationalen Auftritt interessiert. Wenn man sich das Feld der privaten Hochschulen in Deutschland ansieht, ist ein vertikaler Verbund ebenso sinnvoll wie innovativ. Das Thema Aufstiegsqualifikation und gezielte Talentförderung wird künftig immer wichtiger werden. 

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