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12.01.2010

10:29 Uhr

Schmuck-Boom

Glänzende Aussichten für polnische Juweliere

VonBeatrice Repetzki (gtai)

Kostbare Juwelierwaren und Uhren erfreuen sich in Polen einer regen Nachfrage. Davon profitieren die drei führenden Anbieter des Landes Apart, Yes und W.Kruk, die weitere internationale Luxusprodukte in ihr Sortiment aufnehmen wollen. Kleine Goldschmieden hingegen kämpfen ums Überleben.

Auslage in einem Juweliergeschäft. In Polen verkaufen sich teurer Schmuck und kostbare Uhren derzeit gut. Reuters

Auslage in einem Juweliergeschäft. In Polen verkaufen sich teurer Schmuck und kostbare Uhren derzeit gut.

WARSCHAU. Der Marktforscher Euromonitor International erwartet ein andauerndes Wachstum des polnischen Marktes für Uhren und Schmuck. Private Konsumenten, Firmen und Investment-Fonds tätigen solche Käufe als Kapitalanlage. Die führende Juwelierkette in Polen, Apart, rechnet damit, ihren Umsatz 2008 in Höhe von 360 Mio. Zloty (Zl; rund 102 Mio. Euro, 1 Euro = 3,52 Zl; Durchschnittskurs 2008) 2009 um 10 bis 15% steigern zu können.

Apart hat 152 Verkaufssalons, wobei 18 im Laufe von 2009 hinzu kamen. Im Jahr 2010 sollen 20 weitere Filialen eröffnet werden. Die Kette Yes drängt mit ihren Geschäften in Einkaufszentren, wo Anbieter von Bekleidung und Schuhen schließen müssen. Yes hat 90 Filialen, allein 2009 kamen 15 hinzu. Ihren Umsatz von 2008 in Höhe von 140 Mio. Zl will das Unternehmen 2009 um ein paar Prozent steigern. W.Kruk erwirtschaftete in den ersten drei Quartalen 2009 rund 98,1 Mio. Zl (+10,7%; rund 23,6 Mio. Euro, 1 Euro = 4,16 Zl; Stand: 29.12.09). Diese Kette wurde 2009 um acht Filialen erweitert. W.Kruk gehört inzwischen zu der auf Bekleidung spezialisierten Vistula-Gruppe.

Solche guten Steigerungsraten erzielen jedoch nur die Marktführer mit ihren bekannten Marken, die zusätzlich teure, internationale Uhrenmarken anbieten und ihr Sortiment erweitern wollen. So führt Apart auch luxuriöse Uhren von A. Lange & Söhne und will andere Luxusmarken aufnehmen. W.Kruk könnte sein Angebot um Produkte von Tiffany, Chopard und Bulgari vergrößern. Fraglich ist dagegen, ob viele der kleinen Juweliere in Zukunft bestehen werden können.

Eine andere ausländische Kette, die dänische Pandora, eröffnet eigene Filialen in Polen. Seit Mai 2009 hat sie etwa 15 Verkaufssalons eingerichtet; 2010 sollen weitere folgen, so dass ihre Zahl bis Mitte 2014 auf 50 bis 60 wächst. Pandora will außerdem von Polen aus nach Mittel- und Osteuropa expandieren.

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