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26.11.2014

17:37 Uhr

Schörghuber

Vertrauen in das Geschäft mit Fisch ungebrochen

ExklusivDas Familienunternehmen Schörghuber vertraut weiter auf das Geschäft mit Fisch, obwohl die neue Sparte rote Zahlen schreibt. Vielmehr soll der exotische Bereich noch ausgebaut werden. Das hat strategische Gründe.

Der Unternehmensbereich Seafood ist seit Juli 2011 als vierter und jüngster Unternehmensbereich Teil der Schörghuber Unternehmensgruppe. PR

Der Unternehmensbereich Seafood ist seit Juli 2011 als vierter und jüngster Unternehmensbereich Teil der Schörghuber Unternehmensgruppe.

MünchenTrotz Verlusten will das Familienunternehmen Schörghuber weiter in das neu aufgebaute Geschäft mit Fisch investieren. „Wir wollen und müssen größer werden, auch durch Kooperationen und Übernahmen“, sagte Vorstandschef Klaus Naeve dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe). Schörghuber hat in den vergangenen Jahren das neue Geschäftsfeld „Seafood“ in Chile aufgebaut, das jedoch rote Zahlen schreibt.

Der Ausbau des eher exotischen Bereichs hat einen strategischen Grund. „Damit diversifizieren wir den Konzern“, sagte Eigentümerin Alexandra Schörghuber dem Handelsblatt. „Es ist ein anderer Währungsraum, eine andere Region und ein völlig anderes Geschäft.“ Bisher stand das Unternehmen auf den drei Säulen Getränke, Bau und Immobilien sowie Hotels. Doch Unternehmerin Schörghuber ist überzeugt, dass die Lachszucht sich lohnen wird. „Die Menschheit braucht Proteine, und Lachs ist ein sehr guter und günstiger Proteinlieferant.“

Dieses Jahr werde die Sparte noch einmal einen Verlust hinnehmen müssen, sagt Vorstandschef Naeve. Details nannte Naeve aber nicht. „Erst haben die Hafenarbeiter in Chile gestreikt, dann konnte der Fisch wegen des Wintereinbruchs in Nordamerika nicht ausgeliefert werden. Da fehlen uns zweieinhalb Monate.“ Kommendes Jahr sei jedoch Schluss mit den roten Zahlen: „Wir werden mit unserer Lachszucht noch sehr viel Freude haben.“

Die Familie Schörghuber zieht schon seit mehr als zehn Jahren in großem Stil in Chile Lachse auf. Damals haben die Bayern den Hersteller Ventisqueros übernommen. Zunächst führte Schörghuber die Firma als private Beteiligung. Erst vor drei Jahren gliederte die Familie den Betrieb in den Konzern ein. 2013 erziele die Division „Seafood“ mit knapp 1600 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 174 Millionen Euro.

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