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29.04.2015

07:14 Uhr

Service-Award

Vorbild Tante Emma

VonMalte Laub

Welche Unternehmen hier zu Lande bieten ihren Kunden vorbildlichen Service? Im Wettbewerb „Top Service Deutschland 2015“ wurden nun die Sieger gekürt. Die Gewinner punkten mit persönlicher Ansprache.

Lebensmittelkauf anno 1956: Dienstleister suchen den direkten Draht zum Kunden. Friedrich Ebert Stiftung Bonn

Lebensmittelkauf anno 1956: Dienstleister suchen den direkten Draht zum Kunden.

KölnEs sollte nur ein Spaß für die Kollegen sein, ein kleiner Gag zur Weihnachtszeit. Im Intranet eines Kunden der Stellenbörse Jobware tauchte plötzlich ein Gesuch für die Position des Weihnachtsmanns (m/w) auf. Fast hätte der Spaß aber unangenehme Folgen gehabt - die Intranetanzeigen werden in die öffentliche Stellenbörse von Jobware eingespeist.

Dass es für das Unternehmen nicht peinlich wurde, ist dem Kundenservice von Jobware zu verdanken. Mitarbeiter prüfen und kategorisieren auch die automatisch auflaufenden Anzeigen, bevor sie ins Netz gestellt werden. „Wir haben uns schnell bei dem Unternehmen gemeldet - und die Sache hatte sich erledigt“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Achilles. Auch der Humorist hatte nicht unter seinem Scherz zu leiden. „Dadurch, dass wir unsere Kunden so gut kennen, konnten wir einfach beim Sachbearbeiter anrufen“, erinnert sich Achilles. Ein peinlicher Besuch beim Chef blieb dem Weihnachtsmann-Headhunter so erspart.

Es ist auch diese genaue Kenntnis der Kunden, die Jobware Platz eins im Wettbewerb „Top Service Deutschland 2015“ eingebracht hat, der vom Marktforschungsunternehmen ServiceRating, von der Universität St. Gallen und vom Handelsblatt ausgerichtet wird. Am Dienstagabend fand im Kölner Rheinenergie-Stadion die Preisverleihung statt.

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Gewinner in der Übersicht

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„Eine persönliche Beziehung zwischen Kunden und Dienstleister aufzubauen, ist heutzutage einer der wichtigsten Aspekte“, sagt Kai Riedel, Geschäftsführer von ServiceRating. Bei Jobware werden den Kunden daher persönliche Betreuer zur Seite gestellt. „Wir haben im Haus eine sehr lange Betriebszugehörigkeit“, sagt Jobware-Chef Achilles, die Zuordnung bestehe häufig über Jahre. „Das ermöglicht eine ganz andere Ebene der Zusammenarbeit.“ Und die geht oft über das Kerngeschäft hinaus. So bietet Jobware seinen Firmenkunden an, nicht nur deren Stellenanzeigen zu optimieren, sondern auch deren Website.

Zum Einsatz kommt dabei das Eye-Tracking-Verfahren, das analysiert, welche Elemente Usern besonders ins Auge fallen. Auch auf Bewerberseite agiert Jobware zuvorkommend. So stehen Muster für Anschreiben oder Lebenslauf kostenlos zum Download bereit, auch telefonisch werden Bewerber bei Fragen unterstützt. „Das ist natürlich ein Spagat, für beide Kundengruppen einen möglichst passenden Service anzubieten“, sagt Achilles. „Aber wir sehen, wie dadurch unser Kundenstamm wächst.“

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