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25.02.2016

12:51 Uhr

Start-up Ameo

Der Super-Schnorchel für Top-Sportler

VonJoachim Hofer

Kraulen ohne lästiges Luftschnappen: Die Gründer des Start-ups Ameo haben einen neuartigen Schnorchel entwickelt. Mit dem „Powerbreather“ trainieren schon bekannte Leistungssportler. Auch Hobbyschwimmer macht er fit.

Der Triathlet trainiert schon mit dem Super-Schnorchel. Ameo

Jan Frodeno

Der Triathlet trainiert schon mit dem Super-Schnorchel.

MünchenDem Wortsinn nach ist es ein vollmundiges Versprechen, das Jan von Hofacker und Christian Tröger geben. Die beiden Gründer des Start-ups Ameo haben einen neuartigen Schnorchel entwickelt, der Schwimmer besser als zuvor mit frischer, an Sauerstoff reicher Luft versorgt. Mit dem sogenannten „Powerbreather“ sollen Athleten praktisch unbegrenzt mit dem Kopf unter Wasser bleiben und somit beliebig lange trainieren können, behaupten die Erfinder.

Der futuristische Schnorchel sieht aus wie ein Trainingsgerät für Spitzensportler. Doch den Gründern zufolge ist er für jedermann geeignet. Denn die wenigsten Hobbyschwimmer beherrschten die richtige Atemtechnik im Becken, meint Tröger. Er muss es wissen, hat er doch selber als Schwimmprofi Bronzemedaillen bei den Olympischen Spielen von Barcelona und Atlanta gewonnen.

Mit dem „Powerbreather“ müssten sich Athleten über das regelmäßige Luftholen an der Wasseroberfläche keine Gedanken mehr machen, sondern könnten sich ganz darauf konzentrieren, Bahnen zu ziehen.

Zugegeben: Die Konstruktion wird im Schwimmbad vermutlich erst einmal für fassungslose Blicke am Beckenrand sorgen. Denn der „Powerbreather“ ist nicht zu übersehen: Zwei Rohre umschließen das Gesicht und kommen auf Höhe des Mundes zusammen.

Die wichtigsten Nationalteams der Sportkonzerne

Adidas – Deutschland

Seit mehr als 60 Jahren schon stürmen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft und Adidas gemeinsam übers Feld. Die Liaison begann mit dem „Wunder von Bern“, dem überraschenden Titelgewinn 1954 bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz. Lange verhandelten der DFB und die Marke mit den drei Streifen über eine Verlängerung des 2018 auslaufenden Ausrüstervertrags – letztlich mit Erfolg.

Autor: jojo

Spanien

Nach Deutschland ist Spanien das wichtigste europäische Nationalteam von Adidas: Das Team gewann die Europameisterschaften 2008 und 2012 sowie die Weltmeisterschaft 2010. Im Sommer hat Adidas den Vertrag mit den Spaniern bis 2026 verlängert. Die deutsch-iberische Liaison währt nun schon seit mehr als 30 Jahren.

Russland

Über Jahre hinweg war Russland der Wachstumsmarkt schlechthin für Adidas. Entsprechend wichtig war es, das russische Nationalteam unter Vertrag zu haben. Allerdings läuft das Geschäft in Russland inzwischen nur noch verhalten, Wirtschaftskrise und Sanktionen des Westens halten die Kunden davon ab, neue Turnschuhe zu kaufen. Doch 2018 soll die WM in dem Land stattfinden, daher ist die Mannschaft für Adidas noch immer attraktiv.

Argentinien

Im fußballbegeisterten Südamerika ist der argentinische Verband das Zugpferd für Adidas. Das Team stand zuletzt im WM-Endspiel gegen Deutschland – und verlor. Adidas war das letztlich egal, schließlich gewann ein anderes von der Marke gesponsertes Team: Deutschland.

Nike – Brasilien

Weltweit betrachtet ist Brasilien das wichtigste Team, das für die Marke von der amerikanischen Westküste spielt. Allerdings sind die erfolgsverwöhnten Südamerikaner weit von einer für sie selbst akzeptablen Form entfernt. Bei der Heim-WM 2014 schied die Mannschaft schmachvoll gegen Deutschland aus, bei der Copa América diesen Sommer schafften es die Brasilianer ebenfalls nicht ins Finale.

England

Die letzten großen Erfolge des englischen Nationalteams liegen mehr als vier Jahrzehnte zurück. Trotzdem ist die Mannschaft für Nike wichtig, weil die fußballverrückten Engländer sich gerne mit neuen Trikots einkleiden.

Frankreich

Das Land richtet die EM 2016 aus und ist damit der Hoffnungsträger von Nike für das kommende Jahr. Bei den letzten großen Turnieren allerdings hat die Equipe Tricolore nicht besonders glorreich gespielt. Vergangenes Jahr schieden Les Bleus bei der WM im Viertelfinale gegen Deutschland aus.

Niederlande

Der Totalausfall im Portfolio von Weltmarktführer Nike. Die Niederländer haben es verpasst, sich für die EM kommendes Jahr in Frankreich zu qualifizieren.

Puma – Italien

Die Tifosi sind das Aushängeschild von Puma und das einzige europäische Team der Marke, das international ganz vorne mitspielt. Allerdings liegt der letzte Titelgewinn nun schon fast zehn Jahre zurück: 2006 gewannen die Italiener die Weltmeisterschaft in Deutschland.

Österreich

Österreich hat sich überzeugend für die EM 2016 qualifiziert. Das macht Puma Hoffnung, dass es sich doch noch lohnt, das zuvor über Jahre erfolglose Team auszustatten.

Schweiz

Die Eidgenossen spielen seit Jahren bei Europa- und Weltmeisterschaften mit und machen Puma deshalb viel Freude. Zu einem Titelgewinn allerdings hat es bislang noch nicht gereicht.

Elfenbeinküste

Puma sponsert seit Jahren zahlreiche afrikanische Teams – und feiert mit ihnen immer wieder große Erfolge. 2015 war der Puma-Partner Elfenbeinküste beim Afrika-Cup siegreich, dem afrikanischen Pendant zur Europameisterschaft.

Der Grund für die aufwendige Konstruktion: So bekommen Sportler mehr Luft als durch übliche Schnorcheln. Doch das ist noch nicht alles. Die Luft geht beim Ein- und Ausatmen getrennte Wege. Die verbrauchte verlässt den Schnorchel unterhalb des Mundes. Das soll garantieren, dass Athleten tatsächlich nur mit frischer Luft versorgt werden, und daher besonders ausdauernd schwimmen können.

Vor zwei Jahren haben Tröger und von Hofacker das Start-up Ameo in Starnberg gegründet. Was den Schnorchel betrifft, haben sie und ihr inzwischen neunköpfiges Team allerdings schon einige Jahre zuvor getüftelt. Gut zweieinhalb Millionen Euro haben die Jungunternehmer und elf Risikokapitalgeber bisher in das Vorhaben gesteckt.

„Das ist ein Produkt für jeden, der sich im Wasser bewegen möchte“, sagt von Hofacker. Seit November sind die Hochleistungsschnorchel im Laden erhältlich. Allerdings nicht bei großen Ketten, wie etwa Karstadt, Sport 2000 oder Intersport, sondern bei Spezialisten.

Die Bayern wollen erst einmal klein anfangen, ehe sie den Massenmarkt erobern. Eine fünfstellige Zahl an Schnorcheln möchten sie dieses Jahr absetzen, genauere Zahlen wollen die Firmengründer nicht nennen.

An potenziellen Kunden mangelt es nicht. Alleine in Deutschland steigen rund fünf Millionen Menschen regelmäßig ins Schwimmbecken, von Flensburg bis Garmisch sind 2500 Schwimmvereine eingetragen, rechnet Tröger vor. Und weltweit gebe es rund zwei Millionen Leistungsschwimmer, meint er. Dann seien da noch die Triathleten: Rund um den Globus kämen weitere fünf Millionen mögliche Käufer dazu.

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