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17.09.2014

14:10 Uhr

Start-up des Monats

Die „Abendtüte“ ist nicht zum Kiffen

VonLaura Waßermann

Ein Lieferservice für frische Zutaten – gekocht werden muss selbst. Vor einem Jahr haben Susanna und Peter Wiedeking das Gastronomie-Start-up „Abendtüte“ gegründet. Der Umsatz hinkt den eigenen Erwartungen hinterher.

Start-up des Monats

Aus der „Abendtüte“ in den Topf: der neue Koch-Trend?

Start-up des Monats: Aus der „Abendtüte“ in den Topf: der neue Koch-Trend?

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DüsseldorfIn unserer neuen Reihe das „Start-up des Monats“ stellen wir Ihnen fortan regelmäßig ein innovatives Unternehmen vor. Das Unternehmen im September ist die „Abendtüte“ aus Düsseldorf.

Der Geruch von Gewürzen zieht durch den Raum, Susanna Wiedeking schneidet Rosmarin und die Papiertüten rascheln. Die 40-Jährige bereitet die erste „Abendtüte“ des Tages zu. Sie packt frische Paprika und spanische Feuersalami ein, portioniert Risottoreis und verschließt die Verpackungen mit bunten Klebestreifen – inklusive Rezept-Karte. Schon ist die Abendtüte „Ofen-Risotto mit Chorizo und Paprika“ fertig.

Die Idee eines gesunden Lieferservice kam Susanna und Peter Wiedeking vor einigen Jahren. Den Mut, den Weg in die Selbstständigkeit zu gehen, brachten sie vor zwölf Monaten auf. Im September 2013 ging der Bestelldienst „Abendtüte“ online, gekoppelt an einen Laden in Düsseldorf.

Die größten Bio-Supermarktketten in Deutschland 2014

Platz 5

Ebl Naturkost betreibt 23 Läden in Deutschland. Das Unternehmen wurde 1994 gegründet.

Platz 4

Mit 25 Filialen ist die Bio-Supermarktkette Basic auf dem vierten Platz.

Platz 3

Den dritten Platz belegt Bio Company mit 44 Läden.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich Alnatura mit seinen Super Natur Märkten. In Deutschland hat das Unternehmen mehr als 80 Filialen – und will noch weiter expandieren.

Platz 1

Die größte Bio-Supermarktkette Deutschlands heißt Denn's. Hierzulande betreibt das Unternehmen 143 Filialen.

Das Konzept ist einfach: Der Kunde sucht sich ein Gericht aus, klickt auf Bestellen und bekommt die Zutaten seines Lieblingsessens zum Feierabend nach Hause geliefert. Nur die Zutaten – kochen muss er selbst. Lediglich die Grundzutaten Pfeffer, Salz und Olivenöl sollten in jedem Haushalt vorhanden sein.

Susanna Wiedeking probiert die Rezepte aus, die gelernte Grafikdesignerin ist Hobbyköchin. Und genau darin sieht sie den Vorteil ihres Unternehmens: „Wenn ich es schaffe, das Essen lecker zu kochen, dann schaffen das unsere Kunden auch.“ Ein professioneller Koch würde schließlich ein ganz anderes Niveau vorgeben als Wiedeking.

Zwischen fünf und zwölf Euro kosten die Tüten, das Ofen-Risotto bekommt man für acht Euro für eine Person. Nicht gerade günstig für ein Essen, das man sogar selber zubereiten muss. Im Supermarkt könnte man die gleichen Zutaten für viel weniger Geld kaufen. „Es hat sich gezeigt, dass unsere Kunden bereit sind, für Qualität und Transparenz zu zahlen“, sagen die Wiedekings.

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