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03.07.2012

09:08 Uhr

Startup-Szene in der Hauptstadt

Silicon Germany

VonJens Tönnesmann
Quelle:WirtschaftsWoche Online

Berlin gilt als neues Silicon Valley für Internet-Startups. Im Schatten der Hauptstadt entwickeln sich aber auch andere Regionen zu Keimzellen für junge Unternehmen. In welchen Regionen Gründer am besten aufgehoben sind.

Schauspieler  Ashton Kutcher investierte in Berlin. dapd

Schauspieler Ashton Kutcher investierte in Berlin.

DüsseldorfAls sie seine Stimme hörten, trauten sie ihren Ohren kaum. „Hi, hier ist Ashton Kutcher“, tönte es aus dem Telefon, „wie geht’s?“ Doch nach ein paar Sätzen Small Talk hatten Floris und Edial Dekker ihre Nervosität abgelegt.

Die beiden Jungunternehmer aus Berlin erzählten dem US-Schauspieler, der durch den Einstieg in die Kult-TV-Serie „Two and a Half Men“ gerade zum bestbezahlten Sitcom-Darsteller Amerikas aufgestiegen war, von ihrer Geschäftsidee: Sie hatten Gidsy gegründet – einen Internet-Marktplatz, über den Menschen besondere Dienstleistungen verkaufen können.

Hier können Weinkenner Weinproben anbieten, Billardexperten Anfängern den Umgang mit dem Queue beibringen, Hobbykünstler Plätze in Zeichenkursen verkaufen. Für ein paar Euro Gebühr, von denen Gidsy stets zehn Prozent Provision bekommt.

Eine simple, aber bestechende Idee. Dass Kutcher sie sich anhörte, haben die Gründer den Beziehungen zu verdanken, die sie in Berlin geknüpft hatten. Den Kontakt gen Hollywood vermittelte ihnen ein befreundeter Jungunternehmer, mit dem sie regelmäßig beim Mittagessen über die boomende Start-up-Szene in der Hauptstadt plaudern. Er reichte ihnen Kutchers E-Mail-Adresse weiter, sie schrieben dem Promi ein paar freundliche Zeilen, und die Dinge nahmen ihren Lauf.

Kutcher war angetan und ließ den warmen Worten am Telefon bald Taten folgen: Nur wenige Wochen später stattete er den Dekkers in ihrem Büro in Berlin-Kreuzberg einen Besuch ab – und Gidsy mit ordentlich Startkapital aus: Rund eine Million Euro legten der Schauspieler und andere Investoren zusammen.

Kommentare (1)

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20.07.2012, 14:07 Uhr

Deutschlands Start-Up-Szene profitiert vom chinesischen Dissidenten Ai Weiwei: Der digitale Wandel ist essenzieller Bestandteil seiner Kunst. Interssanter Artikel auf http://www.theeuropean.de/alexander-goerlach/11753-ai-weiwei-und-digitale-start-ups

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