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07.12.2012

12:32 Uhr

Statistisches Bundesamt

Zahl der Firmenpleiten so niedrig wie vor der Finanzkrise

Das Statistische Bundesamt erwartet, dass die Anzahl der Firmenpleiten auch in diesem Jahr gesunken ist. Das wäre der dritte Rückgang in Folge. Das nächste Jahr sieht jedoch wieder schlechter aus.

Die wohl spektakulärste Pleite in letzter Zeit war die der Drogeriekette Schlecker. dpa

Die wohl spektakulärste Pleite in letzter Zeit war die der Drogeriekette Schlecker.

BerlinDie Zahl der Firmenpleiten in Deutschland sinkt in diesem Jahr auf den tiefsten Stand seit Ausbruch der Finanzkrise. Es seien rund 29.000 Insolvenzen zu erwarten und damit etwa 3,6 Prozent weniger als im vorigen Jahr, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Das wäre dritten Rückgang in Folge. Die Zahl läge damit auf dem Niveau von 2007. Da die Firmenpleiten der Konjunktur üblicherweise einige Monate hinterherhinken, erwarten Experten wegen der aktuellen Flaute für 2013 einen Anstieg. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform rechnet für kommendes Jahr mit rund 30.500 Firmeninsolvenzen.

Von Januar bis September meldeten sich den Statistikern zufolge 21.800 Firmen bei den Amtsgerichten als überschuldet oder zahlungsunfähig. Dies waren 4,6 Prozent weniger als vor Jahresfrist. "Wir gehen trotz des aktuellen Rückgangs davon aus, dass sich zum Jahresende die Zahl der Unternehmensinsolvenzen erhöhen wird", sagte der Vorsitzende des Insolvenzverwalterverbands (VID), Christoph Niering. "Es ist absehbar, dass sich der schwächelnde Export in der Eurozone auf die heimische Wirtschaft auswirkt." Denn die finanziellen Reserven vieler Firmen sind nicht allzu groß. "Auch weil die Margen in vielen Schlüsselbranchen, etwa der Automobil- und Automobilzuliefererindustrie - äußerst gering sind", sagte Niering. Erhöhte Insolvenzgefahr bestehe in der Industrie.

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Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger stiegen 2012 bisher auf 39,3 Milliarden Euro von 24 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Grund dafür ist, dass es mehr Insolvenzen von größeren Unternehmen gab wie der Drogeriemarktkette Schlecker und des Versandhändlers Neckermann. Bei den Verbraucherinsolvenzen rechnet das Statistikamt für dieses Jahr mit einem weiteren Rückgang auf 99.000 von gut 103.000.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

07.12.2012, 13:25 Uhr

Na wo soll es denn auch noch hinsinken??? Das ist so echt DDR.....man nimmt den Bürgern alles und schreibt dann ein paar Jahre später "Hey, in den letzten 2-3 JAhren hat man euch fast nichts genommen, das haben wir nämlich vorher erledigt aber egal, klingt eben gut" :D

Account gelöscht!

07.12.2012, 13:44 Uhr

das ist ja mal ein Gute Nachricht
das haben wir der Kaiserin A.Merkel zu verdanken
die täglich in unermütlichem Einsatz vorne kämpft
das es uns auch in den nächsten Jahren noch gut
geht..
CDU wählen, heißt Freiheit Gleichheit und Brüderlichkeit!

Account gelöscht!

07.12.2012, 15:29 Uhr

Vielleicht sollte man mal die Grösse der Firmen berücksichtigen die Insolvenzantrag gestellt haben und nicht so tun als gäbe es nur Ein-Mann Betriebe....wenn man jede Schleckerfiliale als Betrieb rechnen würde....Der Schaden in diesem Jahr ist so gross wie fast noch nie wenn man Beträge und Arbeitslose als Massstab nimmt. Leider wird es im nächsten Jahr wohl rasant ansteigen mit den Pleiten. Ist absolut absehbar. Aber was solls...Amazon baut dann halt noch ein paar Logistikzentren da können dann die Arbeitslosen als "Fachkraft" Pakete packen und alles ist schön...Ist das Leben doch ein Ponyhof?

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