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16.01.2004

13:49 Uhr

Steuerkompromiss gibt wenig Hoffnung

Handwerk erwartet kaum Besserung

In dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld des vergangenen Jahres habe sich das Handwerk „eher gut geschlagen“, kommentierte der Vorsitzende des Nordrhein-Westfälischen Handwerkstages, (NWHT), Hansheinz Hauser, die konjunkturelle Entwicklung in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres.

HB/ire DÜSSELDORF. Die jetzt vorliegenden Daten des Landesamtes für Statistik beziffern den Umsatzverlust der NRW-Handwerker auf insgesamt 3,9 %, während die Umsätze in der Industrie um mehr als 5 % zurückgingen.

Doch auch im Jahr 2003 war die wirtschaftliche Lage für die Handwerker an Rhein und Ruhr alles andere als rosig. So verlor der mit rund 1 Mill. Mitarbeitern beschäftigungsstärkste Wirtschaftszweig des Landes mit 51 000 Beschäftigten mehr als 5 % der Belegschaftsmitglieder. Die Investitionen brachen um 8 % auf 2,4 Mrd. Euro ein. Außerdem stiegen die konkursbedingten Betriebschließungen um fast 30 % an. „Dennoch gehen immer noch wesentlich weniger Handwerksfirmen pleite als in der übrigen Wirtschaft“, so Hauser. Der NWHT-Vorsitzende führt dies auf die „Stabilitätsdividende“ zurück, die der Meisterbrief garantiere.

Einen Hoffnungsschimmer geht lediglich von den Existenzgründungen aus, die leicht auf insgesamt 8 000 Gründungen zulegten. Allerdings hatten sich vor fünf Jahren noch rund 10 000 Junghandwerker selbstständig gemacht.

Von dem in Berlin ausgehandelten Steuerkompromiss erwarten die NRW-Handwerker kaum Impulse. Das geschnürte Kompromisspaket komme zu spät und sei in seinem Entlastungsumfang „massiv unzureichend“, erklärte Hauser. Das Handwerk hofft aber für 2004 auf eine schwarze Null beim Umsatzwachstum und rechnet mit einem weiteren Beschäftigungsrückgang um 2 %.

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