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27.09.2013

11:34 Uhr

Stiftung geschaffen

Dürr-Familie sichert Einfluss bei Anlagenbauer

Die Gründerfamilie Dürr bleibt dem Hersteller von Lackieranlagen für die Autoindustrie treu. Dazu ordnen Ex-Bahn-Chef Heinz Dürr und seine Frau ihre Anteile neu. Der Schutz vor Übernahmen bleibt bestehen.

Fertigungshalle bei Dürr in Bietigheim-Bissingen. dpa

Fertigungshalle bei Dürr in Bietigheim-Bissingen.

StuttgartDer Großaktionär des Maschinen- und Anlagenbauers Dürr, Heinz Dürr, hat die Beteiligung der Gründerfamilie an dem Unternehmen über eine neue Stiftungsstruktur gefestigt. Der 80-jährige ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende und seine Frau Heide brachten knapp 55 Prozent ihrer Anteile am Ankeraktionär Heinz Dürr GmbH in eine neu gegründete Familienstiftung ein, wie die Dürr AG am Freitag mitteilte. Die übrigen Anteile an der GmbH halten Familienmitglieder.

Damit ordnet Heinz Dürr, der im April den Vorsitz des Aufsichtsrats abgegeben hatte, seinen Nachlass. Für die Dürr AG ändert sich nichts. Die GmbH behält ihre Sperrminorität von 25,1 Prozent, und das Unternehmen aus Bietigheim-Bissingen kann weiterhin auf die Treue der Gründerfamilie setzen. Denn die Familienstiftung habe den Zweck, den Fortbestand und das Wachstum des Dürr-Konzerns zu sichern, teilte das Unternehmen weiter mit. Stiftungen wirken auch bei anderen Konzernen als Bollkwerk gegen feindliche Übernahmen - so bei ThyssenKrupp oder beim weltgrößten Autozulieferer Bosch.


Die weltweit größten Automobilzulieferer

Platz 10

Faurecia - 18,03 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Das Schicksal des Autozulieferers ist eng verbunden mit PSA Peugeot/Citroën. Derzeit stagnieren die Geschäfte. Zum Portfolio gehören Sitze und Emissionskontrollsysteme.

Platz 9

Aisin Seiki - 18,92 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner gehören zur Toyota-Gruppe und produzieren etliche Komponenten für die Autoindustrie, darunter Getriebe und Navigationssysteme.

Platz 8

Michelin - 20,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der französische Reifenriese musste zuletzt erneut Rückschläge beim Absatz hinnehmen. Neben Reifen stellt das Unternehmen aus Clermont-Ferrand auch Navigationssysteme her.

Platz 7

Johnson Controls - 20,93 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die US-Amerikaner aus Milwaukee konzentrieren sich die Zulieferung von Sitzen, Türen und Instrumenten. Damit legte der Umsatz zuletzt leicht zu.

Platz 6

Hyundai Mobis - 23,25 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Koreaner sind Teil des riesigen koreanischen Hyundai-Imperiums und zählen zu den wichtigsten Zulieferern für die Autobauer Hyundai und Kia. Gebaut werden Sicherheitssysteme, Airbus, Lampen und Antriebsstränge.

Platz 5

Bridgestone / Firestone - 24,62 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

In der Gummiverarbeitung sind die Japaner sogar weltweit führend. In Frankreich, Italien, Polen und Spanien betreiben sie eigene Werke.

Platz 4

Magna - 24,95 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Unter der Führung der schillernden Österreichers Frank Stronach wuchs der Konzern - und kann nahezu alle Bauteile selbst Produzieren. Fahrgastzellen, Sitze, Antrieb und Elektronik gehören zum Portfolio des Unternehmens.

Platz 3

Denso - 27,79 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Die Japaner verloren zuletzt wieder Marktanteile. Kunden sind insbesondere die großen japanischen Autobauer. Das Unternehmen baut unter anderem Klimaanlage, Antriebsstränge und Elektronik.

Platz 2

Robert Bosch - 30,7 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Der zweitgrößte Autozulieferer der Welt ist in Stuttgart daheim. Neben Benzin- und Dieselsystemen baut Bosch auch Multimedia-Systeme, Bremsen, Elektronik und Batterien für etliche große Autohersteller .

Platz 1

Continental - 33,32 Milliarden Euro Umsatz mit Autoteilen

Aus Hannover in die Welt: Neben den bekannten Reifen liefert Conti auch Sicherheits- und Telematiksysteme, Steuerinstrument und die Elektronik für Antriebsstränge. Im Vergleich zum Vorjahr legte der Umsatz damit leicht zu.


Von

rtr

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