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29.01.2014

14:07 Uhr

Studie

Asiaten investieren kaum in deutschen Mittelstand

Der deutsche Mittelstand zieht laut einer Studie bislang wenig Investoren aus asiatischen und arabischen Ländern an. Die meisten Unternehmen sind danach in Hand von europäischen und US-amerikanischen Firmen.

Auszubildende in Zerspanungsmechanik mit ihrem Meister an einer Drehbank: „Hier liegen ungenutzte Potenziale.“ dpa

Auszubildende in Zerspanungsmechanik mit ihrem Meister an einer Drehbank: „Hier liegen ungenutzte Potenziale.“

FrankfurtDie deutschen börsennotierten Mittelstandsunternehmen sind einer Studie zufolge fest in den Händen von europäischen und amerikanischen Anlegern. Asiatische oder arabische Finanzinvestoren haben im MDax, TecDax oder SDax gelistete Firmen dagegen noch nicht für sich entdeckt, wie eine am Mittwoch veröffentlichten Studie der Beratungsfirmen cometis und Ipreo ergab. „Hier liegen ungenutzte Potenziale“, erläuterte cometis-Vorstand Michael Diegelmann. Finanzinvestoren aus den USA hielten den größten Teil des Streubesitzes - die nicht von strategischen Investoren wie Familien, Unternehmen oder langfristig orientierten Finanzinvestoren gehaltenen Aktien -, gefolgt deutschen Investoren und Anlegern aus Großbritannien.

Rund ein Viertel des Streubesitzes der in den drei Indizes gelisteten Unternehmen liegt der Studie zufolge in den Händen deutscher Aktionäre - amerikanische Anleger halten etwas mehr, britische etwas weniger. Asiatische Investoren aber kommen bei MDax-Unternehmen nur auf zwei Prozent des Streubesitzes, bei SDax-Firmen auf ein Prozent, bei TecDax-Firmen sind sie gar nicht investiert.

Der größte Streubesitz-Investor im deutschen Mittelstand kommt aus Norwegen: Die Vermögensverwaltungstochter der norwegischen Zentralbank, Norges Bank Investment Management, ist mit insgesamt 4,8 Milliarden Dollar an Firmen aus den drei Indizes investiert. Es folgt die deutsche Fondsgesellschaft DWS mit rund 4,1 Milliarden Dollar und der US-Investor Capital World Investors mit 3,7 Milliarden Dollar. Insgesamt ist der Streubesitz bei TecDax-Unternehmen mit durchschnittlich 67 Prozent der Aktien am höchsten, bei MDax-Konzernen sind 62 Prozent der Aktien bei nicht-strategischen Investoren gestreut, bei SDax-Unternehmen 53 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

29.01.2014, 14:12 Uhr

Am besten geht es den Firmen, die sich in Familienbesitz befinden, und nicht an Ausländer verramscht werden. Sie haben auch die besten Perspektiven.

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