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24.01.2014

08:28 Uhr

Studie

Finanzinvestoren locken deutschen Mittelstand

Finanzinvestoren haben bei deutschen Mittelständlern immer noch einen schlechten Ruf. Doch auf der Suche nach frischem Kapital werden Beteiligungsunternehmen immer öfter zu einer Option.

Monteur Bernhard Hubbe arbeitet im Maschinen- und Anlagenbau. Mittelständische Unternehmen öffnen sich für Finanzinvestoren. dpa

Monteur Bernhard Hubbe arbeitet im Maschinen- und Anlagenbau. Mittelständische Unternehmen öffnen sich für Finanzinvestoren.

FrankfurtAngesichts dünner eigener Kapitalpolster legen deutsche Mittelständler einer Studie zufolge ihre Vorbehalte gegen Finanzinvestoren allmählich ab. Mittlerweile könnten sich 61 Prozent der 100 befragten Mittelständler eine Private-Equity-Gesellschaft als Anteilseignerin vorstellen, berichtete die Beratungsgesellschaft PwC am Freitag in Frankfurt. Bei weiteren sechs Prozent seien Finanzinvestoren bereits beteiligt. Im Jahr 2011 sei der Einstieg eines Finanzinvestors erst für 18 Prozent der Unternehmen eine Option gewesen.

„Die große Mehrheit der Unternehmen erkennt die Vorteile, die eine Beteiligung von Finanzinvestoren bei der Kapitalversorgung bringen kann“, sagte Peter Bartels, PwC-Vorstand und Leiter des Bereichs Familienunternehmen und Mittelstand. Andererseits halte sich das Negativimage der Private-Equity-Branche bei einigen Befragten hartnäckig: Der Studie zufolge haben private Finanzinvestoren bei 45 Prozent der Unternehmen immer noch einen schlechten Ruf.

Gleichzeitig seien fast zwei von drei Befragten überzeugt, dass diese Finanzierungsform in Deutschland künftig stark an Bedeutung gewinnen wird. Aus Sicht der Mittelständler liegen die größten Vorteile einer Private-Equity-Beteiligung im besseren Kapitalzugang (71 Prozent) sowie der Professionalisierung der Unternehmensführung, die mit der Aufnahme von Finanzinvestoren einhergehe (51 Prozent).

Dass die Unternehmen trotzdem bislang nur zögerlich mit Finanzinvestoren zusammenarbeiten, führen die PwC-Experten vor allem auf die Unsicherheit über die Konsequenzen zurück. So unterstellten rund 60 Prozent der Mittelständler den Finanzinvestoren unzureichende „soziale Kompetenz“. 44 Prozent fürchteten, dass sie bei einer Private-Equity-Beteiligung nicht mehr „Herr im Haus“ sind.

Von

dpa

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