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04.01.2010

07:55 Uhr

Studie

Mittelstand lebt auch in Krise auf

Im Krisenjahr 2009 hat sich der Mittelstand weiter behauptet. So soll es laut Medienbericht im vergangenen Jahr mehr Gründungen als Insolvenzen gegeben haben.

HB BERLIN. Im deutschen Mittelstand sind 2009 trotz Wirtschaftskrise offenbar mehr Unternehmen gegründet als aufgegeben worden. Dies geht nach einem Bericht der „Rheinischen Post“ aus einer Hochrechnung des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) in Bonn hervor. Demnach wurden im abgelaufenen Jahr 410 000 Betriebe neu gegründet, die Zahl der Insolvenzen belief sich auf 397 000.

„Vor allem die kleinen Industriebetriebe mit bis zu 20 Mitarbeitern haben die Krise überraschend gut überstanden“, sagte der Präsident des Mittelstandsinstituts, Johann Eekhoff, der Zeitung. Laut einer aktuellen Umfrage unter 1500 mittelständischen Unternehmen rechne zudem jeder dritte Betrieb mit einer wirtschaftlichen Erholung und steigenden Aufträgen bis spätestens Herbst 2010.

Kommentare (1)

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IfM-Bonn

04.01.2010, 12:24 Uhr

Richtigstellung des ifM: Liquidationen statt insolvenzen

Die Zahl von 397.000, die in obigem Artikel irrtümlich als insolvenzen bezeich-net wurden, sind richtigerweise LiQUiDATiONEN (Existenzaufgaben), d.h. die Aufgabe der unternehmerischen Selbständigkeit. Dies kann eine Unterneh-mensliquidation, Unternehmensaufgabe oder eine Übergabe des Unterneh-mens sein. Operationalisiert wird diese Zahl als betriebsaufgabe oder "Echte" Stilllegung eines Kleingewerbebetriebs oder Übergabe des Unternehmens durch Vererbung, Verkauf, Verpachtung.
Die Zahl der insolvenzen beläuft sich in 2009 auf ca. 34.000.

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