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31.01.2010

10:00 Uhr

Süßwarenmesse

Niemand knabbert so viel wie die Deutschen

VonIngo Reich

Der Umsatz mit Süßwaren stagniert. Handel und Industrie wiesen 2009 leichte Umsatzrückgänge auf. Doch die Fachmesse ISM in Köln zeigt: Chips und Salzstangen gehen immer.

Die Süßwarenindustrie hofft für 2010 die Umsätze des Vorjahres halten zu können Quelle: ap

Die Süßwarenindustrie hofft für 2010 die Umsätze des Vorjahres halten zu können

KÖLN. Wenn es ums Knabbern geht, sind die Deutschen schon Weltmeister. Denn im Süßwarenmarkt waren im vergangenen Jahr eindeutig die Hersteller von Knabberartikeln Gewinner in der Krise. Während die Produktionsmenge von Knabberartikeln nach Schätzungen des Branchenverbandes BDSI 2009 um 1,8 Prozent zulegte, stieg der Wert sogar um 8,4 Prozent.

"Der Trend geht in der Krise offenbar zum Sich-zuhause-Einigeln und zum Naschen daheim", sagte der stellvertretende BDSI-VorsitzendeTobias Bachmüller gestern bei der Auftaktpressekonferenz zur Internationalen Süßwarenmesse (ISM), die am kommenden Sonntag (31.1.) wieder ihre Tore in Köln öffnet.

Insgesamt habe sich die großteils mittelständische deutsche Süßwarenindustrie relativ gut behaupten können, sagte Bachmüller. So ging die Produktion von Süßwaren im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr zwar mit minus 2,3 Prozent auf 3,57 Mio. Tonnen zurück, wertmäßig fiel sie jedoch nur um 0,6 Prozent auf 12,2 Mrd. Euro. Die Ursache liegt unter anderem in den gestiegenen Rohstoffpreisen, beispielsweise beim Kakao, die an den Handel weitergereicht werden konnten. 40 Prozent der deutschen Süßwaren-Produktion werden inzwischen exportiert.

Für das laufende Jahr prognostizieren Industrie und Handel Umsätze zumindest auf dem Niveau des Vorjahres. Ein Grund ist beispielsweise die bevorstehende Fußballweltmeisterschaft in Südafrika, von der wiederum die Knabberartikel als "fernsehrelevante Snacks" am meisten profitieren werden.

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