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30.01.2010

13:00 Uhr

Süßwarenmesse

Zuckersüße Leistungsschau des Mittelstands

VonIngo Reich

Haribo, Ferrero, Mars oder Nestlé - die wirklich großen Namen bleiben der Kölner Süßwarenmesse auch in diesem Jahr fern. Kein neues Problem für die oft beanstandete Messe. Für mittelständische Unternehmen bleibt die Veranstaltung aber ein Muss - sie knüpfen hier internationale Kontakte und schließen wichtige Verträge ab.

Von Fruchtgummis bis Schokoladen-Sushi: Auf der Süßigkeitenmesse werden einige Leckereien präsentiert. ap

Von Fruchtgummis bis Schokoladen-Sushi: Auf der Süßigkeitenmesse werden einige Leckereien präsentiert.

KÖLN. Neue Schoko-Geschmacksrichtungen wie Lavendel, Rosmarin-Chili und "Kölnisch Wasser", Schokoladen-Sushi oder Fruchtgummis in Form von Hühnerkrallen, die Internationale Süßwarenmesse (ISM) (31.1. bis 3.2.) in Köln wartet auch 2010 mit einer Reihe skurriler Neuschöpfungen auf. Von denen manche zu Recht schon nach ein paar Monaten wieder in der Schublade des Herstellers verschwinden werden. Doch allein die Parade der oft eher schaurigen Leckereien sorgt stets aufs Neue für Aufmerksamkeit.

Genauso sicher wie der spektakuläre Auftakt, ist die Diskussion über die Zukunft der ISM, die in jedem Jahr wie ein gebetsmühlenartiges Ritual geführt wird, wenn wieder eine prominente Branchengröße unter den Ausstellern fehlt. Auch in diesem Jahr bleiben Anbieter wie Haribo, Ferrero, Kraft Foods, Mars oder Nestlé diesem Ereignis, das am kommenden Sonntag beginnt, fern.

Der Schweizer Nahrungsmittel-Multi Nestlé führt gute Gründe für sein Fernbleiben an: "Innovationen haben ihr eigenes Timing und ihre eigene Geschwindigkeit. Sie warten nicht auf den jeweiligen Rhythmus einer Messe", sagt ein Konzernsprecher, der außerdem betont, den Kontakt mit dem Handel würden die Schweizer als Großkonzern sowieso in regelmäßigen Abständen - und über das gesamte Jahr - pflegen.

Doch für die meisten mittelständischen Markenhersteller ist die ISM die einzige Möglichkeit, mit den Handelspartnern ins Gespräch zu kommen. "Zentis ist als Aussteller von Anfang an auf der ISM vertreten gewesen. Hier knüpfen wir auch zunehmend Kontakte im internationalen Bereich", sagt der Geschäftsführer des Aachener Konfitüren- und Grundstoffeherstellers, Karl-Heinz Johnen. 40 Prozent der deutschen Süßwaren geht inzwischen ins Ausland.

Große Namen fehlten auch früher

Ein Blick in das Aussteller-Verzeichnis des Jahres 1971 beweist: Auch bei der ersten ISM, die im übrigen als Appendix zur Kölner Welternährungsmesse Anuga entstanden war, fehlten die ganz großen Namen unter den damals lediglich knapp 40 Teilnehmern.

Familienunternehmen wie Zentis, Griesson, Brandt und Lambertz hingegen sind der Veranstaltung treu geblieben, die in diesem Jahr zum 40. Mal und mit über 1 500 Ausstellern ihre Pforten öffnet. Mit einem Umsatz von 12,2 Mrd. Euro im Jahr 2009 hat sich die deutsche Süßwarenindustrie sogar in der Wirtschaftskrise gut behauptet. Vor 40 Jahren erlösten die Hersteller mit etwa 2,5 Mrd. Euro lediglich ein Fünftel der Summe.

Kommentare (2)

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nives mestrovic

02.02.2010, 20:43 Uhr

Die großen Namen sind ja schon überall bekannt, so ich das Fernbleiben eben dieser nicht als Schlimm empfand. ich fand es sehr interessant wieviel KMUs aus aller Welt mit wirklich fantastischen Produkten präsent waren, die sich im Desig und ihrem Auftritt nicht hinter den GROSSEN verstecken müssen, im Gegenteil! ich gehe auch nächstes Mal wieder zur iSM.

welcomecookie.com

02.02.2010, 20:52 Uhr

Neben den üblichen Süßwaren habe ich interessante Trends für Gastro und Consumer auf der iSM gesehen und in unserem blog veröffentlicht!

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