Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.01.2011

16:42 Uhr

Trotz Insolvenz

Druckereigruppe Schlott soll erhalten bleiben

Die insolvente Druckereigruppe Schlott (Freudenstadt) soll nach dem Willen des vorläufigen Insolvenzverwalters erhalten werden.

Schlott-Gebäude in Freudenstadt: Für die Druckereigruppe soll es nach der Insolvenz weitergehen. dpa

Schlott-Gebäude in Freudenstadt: Für die Druckereigruppe soll es nach der Insolvenz weitergehen.

HB NÜRNBERG/FREUDENSTADT. Es sei das erklärte Ziel, Schlott über einen Insolvenzplan oder über den Verkauf an einen Investor zu sanieren, teilten am Mittwoch der Nürnberger Insolvenzverwalter Siegfried Beck und der Vorstand des Unternehmens mit. Möglichst viele Arbeitsplätze sollten gerettet werden. "Die Schlott-Gruppe hat eine gute Marktstellung und ist im Grunde wettbewerbsfähig", sagte Beck.

Schlott hatte am Dienstag Insolvenz angemeldet. Betroffen sind alle deutschen Konzerngesellschaften mit insgesamt 1480 Mitarbeitern.

Ihre Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. Derzeit werde die Lage in den einzelnen Unternehmen analysiert, hieß es weiter. Man habe unverzüglich Kontakt zu den wichtigsten Kunden und Lieferanten aufgenommen. Die Mitarbeiter würden über die weiteren Schritte informiert.

Schlott hatte als Grund für die Insolvenz unter anderem den ruinösen Preiswettbewerb genannt. Gespräche mit einem Investor waren in der vergangenen Woche gescheitert. Ein Krisengespräch mit Banken über weitere Kredite hatte ebenfalls keine Lösung gebracht. Das 1947 gegründete Unternehmen, das nach eigenen Angaben zu den führenden Druckdienstleistern in Europa gehört, hatte zuletzt tiefrote Zahlen geschrieben.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×