Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.11.2016

11:40 Uhr

Trotz internationaler Krisen

Wo der Mittelstand 2017 wachsen will

VonCarina Kontio

Gefragt nach dem Vertrauen in die Entwicklung der Wirtschaft, sind die deutschen Mittelständler deutlich optimistischer als Firmen im Ausland. Es gibt aber auch Hemmnisse, die dem Mittelstand weltweit Sorgen bereiten.

Die deutschen Mittelständler sind im internationalen Vergleich deutlich optimistischer als Unternehmer in anderen Märkten. Getty Images

Blick in die Zukunft

Die deutschen Mittelständler sind im internationalen Vergleich deutlich optimistischer als Unternehmer in anderen Märkten.

KölnAuch wenn die Politik und nicht zuletzt auch die Medien sich häufig an den Dax-Schwergewichten orientieren: Der größte Arbeitgeber und Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft ist der Mittelstand. Geprägt von Firmen, die über Crashs und Krisen hinweg stabil wachsen. Geprägt von Unternehmern, die sich an Werten wie Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit orientieren.

„Der Mittelstand ist Spezialist für langfristige und nachhaltige Entwicklungen“, sagen die beiden Autoren Heiner Kübler und Carl Siebel , deren Buch „Mittelstand ist eine Haltung – Die stillen Treiber der deutschen Wirtschaft“ gerade bei Econ erschienen ist. „Kurzfristiges Profitdenken und häufige Wechsel im Management kennt er nicht“, so Kübler und Siebel in ihrem Vorwort. „Kurz: Die deutsche Wettbewerbsfähigkeit hängt – wie unsere Zukunft als Industrienation – von diesen stillen Treibern an.“

Highlights aus dem Global Business Monitor 2016

Vertrauen 1

Deutsche KMU vertrauen mit 73 Prozent besonders stark darauf, dass sich die heimische Wirtschaft gut entwickelt.

Vertrauen 2

KMU im Vereinigten Königreich blicken besonders positiv auf die nationale Politik.

Vertrauen 3

Im Hinblick auf zukünftige Umsätze (57 Prozent erwarten Umsatzwachstum) sind deutsche und irische KMU am zuversichtlichsten.

Herausforderungen 1

73 Prozent der KMU haben Bedenken im Hinblick auf die Weltwirtschaft.

Herausforderungen 2

Steigende Kosten sind für die Hälfte der befragten KMU (50 Prozent) die zentrale Herausforderung.

Herausforderungen 3

Wechselkursschwankungen (24 Prozent) und Cashflows sind die größten Hemmnisse für den internationalen Handel.

Investitionen 1

Die Wahrscheinlichkeit, dass KMU in Hongkong ihre Waren exportieren, ist dreimal so hoch (69 Prozent) wie bei ihren Pendants im Vereinigten Königreich und siebenmal so hoch wie bei den KMU in den USA (10 Prozent).

Investitionen 2

95 Prozent der KMU planen in den nächsten 12 Monaten Investitionen in ihr Unternehmen; die beliebtesten Bereiche sind dabei Mitarbeiterschulungen, Marketing und Technologie.

Investitionen 3

60 Prozent der polnischen KMU sehen Akquisitionen als beste Wachstumsmöglichkeit an.

Finanzen 1

Irische KMU warten am längsten auf Zahlungen ihrer Kunden (38 Tage), gefolgt von Hongkong (36,7 Tage).

Finanzen 2

Beinahe ein Drittel der KMU sind von Zahlungsausfällen betroffen und mussten während der letzten zwölf Monate durchschnittlich 222.000 Euro abschreiben.

Finanzen 3

Eines von fünf Unternehmen beschreibt die Verfügbarkeit von Finanzierung als schlecht.

Quelle

Global Business Monitor von Bibby Financial Services (November 2016).

Stille Treiber, die sich oft im Schatten der weithin sichtbaren Großindustrie bewegen – was beschäftigt sie? Wovor haben diese Unternehmer Angst, die über 50 Prozent der Arbeitnehmer weltweit beschäftigen, wo gibt es besonders viel Vertrauen für die Zukunft? Mit diesen Fragen haben sich die Macher der Studie „Global Business Monitor“ beschäftigt, der heute veröffentlicht wurde. Dafür hat Bibby Financial Services, nach eigenen Angaben einer der größten bankenunabhängigen Anbieter von internationalen Factoringlösungen, rund 1200 kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland, den USA, Großbritannien, Irland, Polen und Hong Kong zu ihren wirtschaftlichen und finanziellen Erwartungen befragt (Der Begriff KMU wird weltweit unterschiedlich definiert. Für die Studienautoren sind dies Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von bis zu 30 Millionen Euro).

Die zentralen Ergebnisse, die dem Handelsblatt vorliegen, machen trotz der Brexit-Turbulenzen und teilweise verheerenden internationalen Krisen wie in Syrien dennoch Mut: So setzt der deutsche Mittelstand großes Vertrauen in die Entwicklung der hiesigen Volkswirtschaft. 73 Prozent beschreiben die Entwicklung der deutschen Wirtschaft als positiv. Dies gilt besonders für die Baubranche (94 Prozent) sowie die verarbeitende Industrie und den Dienstleistungssektor (je 74 Prozent).

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

30.11.2016, 15:11 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
Danke

Account gelöscht!

30.11.2016, 17:37 Uhr

Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

Account gelöscht!

30.11.2016, 17:48 Uhr

Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×