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02.10.2013

11:49 Uhr

TV-Hersteller

Loewe-Rivale Bang & Olufsen weitet Verluste aus

Nachdem Loewe am Dienstag einen Antrag auf Planinsolvenz gestellt hat, vermeldet der dänische Konkurrent Bang & Olufsen Probleme: Der Konzern rutscht immer weiter in die Verlustzone. Grund ist die asiatische Konkurrenz.

TV-Hersteller wie das asiatische Unternehmen Samsung verdrängen Bang & Olufsen und Loewe vom Markt. Gegen die harte Konkurrenz aus Asien sind die Traditionsunternehmen chancenlos. AFP

TV-Hersteller wie das asiatische Unternehmen Samsung verdrängen Bang & Olufsen und Loewe vom Markt. Gegen die harte Konkurrenz aus Asien sind die Traditionsunternehmen chancenlos.

KopenhagenDer dänische Unterhaltungselektronikkonzern Bang & Olufsen rutscht immer weiter in die Verlustzone. Der Rivale der insolventen Loewe hat im vergangenen Quartal einen Fehlbetrag von gut neun Millionen Euro erwirtschaftet nach einem Minus von 8,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie der Luxushersteller am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz schrumpfte auf rund 75 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr, das zum 30. Juni endet, hofft B&O weiter darauf, seine Erlöse leicht über das Vorjahresniveau von 375 Millionen Euro zu schrauben.

Der zweitgrößte europäische Unterhaltungselektronikkonzern nach der türkischen Koc-Gruppe kämpft seit längerem mit einer Nachfrageflaute und der harten Konkurrenz aus Asien. Auch Loewe ist von der Entwicklung betroffen. Der größte deutsche Fernseherbauer meldete am Dienstag Insolvenz an, hofft aber noch auf eine Rettung in letzter Minute durch einen Investor.

Von

rtr

Kommentare (2)

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WiegeZurBahre

03.10.2013, 13:56 Uhr

Mit dem Verschwinden der Produktionskompetenz nach Asien ... schwindet nun auch die Lohnveredelungskompetenz. Die Margen sind gering und die Wasserköpfe wohl zu groß. Die ändernden Kaufgewohnheiten hin zu AMAZON & CO. sind dann der Sargnagel.

Andere z.B. TEUFEL, Berlin oder oder BURMESTER haben diese Probleme wohl weniger ausgeprägt. LOEWE hätte wohl auch schneller auf eine andere Größe schrumpfen müssen - das ist aber bitter und zäh.

Aus der Insolvenz heraus ist es eher möglich. Auch das ist bitter für die Arbeitnehmer, aber letztendlich gibt es nur diesen Weg. Es bleibt die Hoffnung, dass ein neuer Eigentümer mehr Glück/Erfolg in die Marke bringen kann. Klappt es nicht, ist LOEWE. dann wirklich nur Geschichte ... wie die Nutzung von Oldtimern längst untergegangener Marken. Marken werden geboren und sterben auch ... irgendwann.

EuropaStaerkenUndErhalten

04.10.2013, 11:12 Uhr

Was ist nur mit unserer Gesellschaft los? Heute muss Alles sofort her, aber billig! Geht es um den Lohn, dann nur teuer! Geht diese Rechnung langfristig auf? Wohl nicht.

Europäische Hersteller wie Loewe, Bang & Olufsen, ... sind zwar etwas teurer, bieten aber auch wesentlich höhere Qualität. Vergleicht man Geräte aus Europa mit Geräten aus Asien, erkennt JEDER dass alle nur mir Wasser kochen und Europa die hochwertigen Geräte produziert. Dies sollten wir Europäer auch honorieren, sonst sägen wir ja an der eigenen Wirtschaft und somit am eigenen Arbeitsplatz.

Und übrigens macht es wesentlich mehr Spass mit guten Geräten TV zu schauen oder auch Musik zu hören. Die Geräte sind langlebiger und eine Reparatur lohnt sich. Die Europäer bieten ja auch einen Reparaturservice, der funktioniert. Die Asiaten versprechen diesen nur, lassen dann aber im Servicefall auf sich warten. Eine Reparatur ist aktiver Umweltschutz ohne grossen Aufwand.

Darum sollten sich Sie sich bei der nächsten Investition doch überlegen, was Sie wollen. Ein Gerät das für lange Zeit Spass macht oder doch nur billiges 0815, das NIE Spass machen kann.

Ich entscheide mich persönlich bei JEDER Investition für Qualität, Spass und wenn nötig später für eine Reparatur. Somit kaufe ich Geräte und Fahrzeuge aus Europa und helfe so unsere Wirtschaft am Leben zu erhalten und somit mein eigener Arbeitsplatz zu sichern.

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