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28.06.2012

13:43 Uhr

Übernahmen

Auftragsplus für Beteiligungsfirma Gesco

Die auf Käufe von Werkzeug- und Maschinenbauern spezialisierte Gesco-Gruppe rechnet 2012 mit steigendem Umsatz und will weiter wachsen. Aufgrund neuer Übernahmen und der schwachen Konjunktur werde der Gewinn aber sinken.

Walzen von Druckmaschinen werden in einer Montagehalle in Würzburg bearbeitet. dpa

Walzen von Druckmaschinen werden in einer Montagehalle in Würzburg bearbeitet.

DüsseldorfGestärkt durch Zukäufe und einen hohen Auftragsbestand rechnet die Wuppertaler Beteiligungsfirma Gesco nach einem Rekordjahr mit weiterem Wachstum. Der Umsatz soll im laufenden Geschäftsjahr 2012/2013 (Ende März) auf rund 430 (Vorjahr: 415) Millionen Euro steigen. Beim Gewinn erwartet Gesco jedoch wegen der Kosten für Zukäufe und gedämpfter Konjunkturerwartungen einen Rückgang auf rund 20,5 (22,6) Millionen Euro. Dies „wäre das dritthöchste Ergebnis der Firmengeschichte“, sagte Vorstandsmitglied Hans-Gert Mayrose am Donnerstag.

Die auf den Erwerb mittelständischer Werkzeug- und Maschinenbauer spezialisierte Gruppe will auch nach den jüngsten Zukäufen weiter Ausschau nach Übernahmen halten. Zuletzt hatte Gesco Ende Mai mit CFK einen Spezialisten für das Bearbeiten von Bauteilen erworben. Die Früchte der Zukäufe ernte Gesco aber immer mit Zeitversatz, sagte Mayrose.

Denn während die Akquisitionen sofort einen positiven Umsatzbeitrag lieferten, sei wegen der Effekte der Erstkonsolidierung „ein nennenswerter Ergebnisbeitrag erst nach etwa zwei Jahren zu erwarten“. „Auf Grund der gedämpften Konjunkturerwartung rechnen wir zudem in einigen Bereichen mit einer Normalisierung der Margen, allerdings immer noch mit einem Geschäft auf sehr hohem Niveau“, ergänzte Mayrose.

Der deutsche Maschinenbau muss sich in diesem Jahr von den rasanten Zuwachsraten des Vorjahres verabschieden. Im April sanken die Bestellungen den sechsten Monat in Folge. Dennoch rechnet der Branchenverband VDMA mit einer positiven Entwicklung in den kommenden Monaten und Wachstum.

Mayrose sieht sich durch den Verlauf des ersten Quartals in seiner Prognose bestätigt. Von April bis Juni sei der Umsatz um 7,1 Prozent auf 106,8 Millionen Euro gestiegen. Der Auftragseingang habe mit 116,3 Millionen Euro leicht über Vorjahr gelegen, der Auftragsbestand habe zum Ende des Quartals mit rund 192 Millionen Euro ein Rekordniveau erreicht.

Die Gesco-Aktie kletterte um bis zu 3,6 Prozent auf 58,54 Euro und war damit der größte Gewinner im Kleinwerteindex SDax.

Von

rtr

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