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16.01.2004

13:56 Uhr

Umfrage

Prototypen der Sozialen Marktwirtschaft

Leistungsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein sowie eine klare Orientierung der Management-Ziele an langfristiger Betriebsstabilität: diese Werte prägen die Identität von Handwerksunternehmen.

HB/ire DÜSSELDORF. „Was macht den selbstständigen Handwerker aus?“ fragte der Nordrhein-Westfälische Handwerkstag (NWHT) in einer repräsentativen Umfrage 2 500 Handwerksbetriebe im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland und erhielt zur Antwort: Unternehmer zu sein – das heißt in erster Linie Entscheidungen zu treffen und auch dafür gerade zu stehen.

Die ist für 62 % der Befragten die wichtigste Qualität für einen Selbstständigen. Weitere wichtige Anforderungen lauten: Kunden zu überzeugen, für Mitarbeiter Verantwortung zu tragen und diese zu motivieren.

„Die Selbstständigen im Handwerk sind die Prototypen des Unternehmers in der Sozialen Marktwirtschaft“, kommentierte NWHT-Geschäftsführer Thomas Köster bei der öffentlichen Vorstellung der Studie in Düsseldorf die Ergebnisse. Handwerksunternehmer folgen demzufolge ganzheitlichen Zielen, keineswegs aber kurzfristigem Gewinnstreben.

So definieren drei Viertel der Befragten ihre Aufgabe mit der langfristigen Sicherung des Unternehmensgewinns. Nur 18 % halten die Gewinnmaximierung für „sehr wichtig“. Die Sicherung der betrieblichen Kontinuität will knapp die Hälfte der Handwerker dadurch erreichen, in dem sie das Unternehmen vor dem Ruhestand einem Familienmitglied überträgt.

Zwei Drittel der Befragten gaben an, sich ehrenamtlich zu betätigen, darunter in den Kammern oder in Vereinen und Kirchen. Doch ihrerseits fühlen sich viele Selbstständige von Gesellschaft und Politik schlecht behandelt. 70 % der Handwerker attestieren den Politikern mangelndes Verständnis für die Abläufe in der Wirtschaft.

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