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04.12.2013

06:40 Uhr

Unternehmensporträt Falke

„Wir sehen uns öfter als unsere Ehefrauen“

VonDana Heide

Paul und Franz-Peter Falke führen den Sockenhersteller Falke. Sie meinen: Ihre Strümpfe seien zwar teurer, aber den Preis wert. Schließlich hätten sie ein tolles „Thekengesicht“. Doch einfach ist das Geschäft nicht.

Socken aus der Provinz: Franz-Peter (links) und Paul Falke, Leiter des Sockenherstellers Falke, in der Zentrale in Schmallenberg. Dirk Hoppe/Netzhaut für Handelsblatt

Socken aus der Provinz: Franz-Peter (links) und Paul Falke, Leiter des Sockenherstellers Falke, in der Zentrale in Schmallenberg.

SchmallenbergIm Kaufhaus fällt die Wahl nicht leicht, wenn es um schwarze Socken geht. Ob von Esprit, Falke, Kunert oder S. Oliver, alle sind sie schwarz, maximal im Preis gibt es für den Laien Unterschiede. Paul Falke und sein Cousin Franz-Peter Falke arbeiten mit Sauerländer Bodenständigkeit täglich daran, dass sich die Wahrnehmung ändert.

Der 55-Jährige Paul führt gemeinsam mit seinem Cousin Franz-Peter (62) das gleichnamige Strumpfunternehmen bereits in vierter Generation seit 1990. Die Socken der Firma sind teuer. Im Handel kostet ein Paar von Falke elf Euro, beim Discounter bekommt man für das gleiche Geld von einem No-Name-Hersteller vier Paar. Die Falke-Socken müssen den hohen Preis wert sein.

„Fühlen Sie mal, das ist handgekettelt“, sagt Paul Falke (das vollständige Interview zum Download), streicht über die Spitze einer schwarzen Socke, die in der Falke-Fabrik in Schmallenberg im Sauerland produziert werden und driftet in Fachjargon ab: „Schauen Sie sich doch das Thekengesicht unserer Socken an!“ Was er meint: Im Laden würden die Socken besonders gut aussehen.

Fakten zu Falke

Gründungsjahr

Der Dachdecker Franz Falke-Rohe gründet 1895 eine Strickerei, nachdem er bereits im Winter als Saisonstricker gearbeitet hatte.

Geschichte

Die Firma ist seit seiner Gründung in Familienhand. Aus einer Woll- und Garnspinnerei entwickelte sich ein renommierter Strumpf- und Oberbekleidungsproduzent Falke hat auch immer wieder in Zukäufe investiert, zuletzt erwarb das Unternehmen 2008 die Markenrechte an Burlington.

Geschäftsentwicklung

Laut den aktuellsten veröffentlichten Zahlen machte das Familienunternehmen im Jahr 2012 230 Millionen Euro Umsatz. Den größten Teil davon macht die Firma innerhalb Deutschlands, 56 Prozent.

Zum Gewinn äußert sich Falke nicht. Laut Bundesanzeiger hatte Falke im Jahr 2011 einen Gewinn in Höhe von 16,9 Millionen Euro eingefahren.

Eigner und Führung

Die Cousins Franz-Peter und Paul Falke führen die Firma seit 1990 in vierter Generation.

Beschäftigte und Standorte

Falke hat 3100 Mitarbeiter und produziert nicht nur am Stammsitz im sauerländischen Schmallenberg, sondern auch in Sachsen, Portugal, Serbien, Südafrika und der Slowakei.

Produkte

Hauptprodukte sind Socken und Strümpfe. Unter anderem fertigt Falke auch in Lizenz etwa für Esprit. Ein zweites Standbein ist Sportbekleidung, die 30 Prozent des Umsatzes beisteuert.

Die Spitze des Sockens, laut Paul Falke „eine der wichtigsten Stellen.“ Damit das gelingt, sieht es in der Produktionshalle von Falke im sauerländischen Schmallenberg auch noch aus wie in einer Manufaktur aus dem 20. Jahrhundert: Jede der 250 Maschinen fertigt in vier bis fünf Minuten einen Socken. 20.000 Paar davon werden allein in Schmallenberg pro Tag produziert, weltweit sind es täglich 150.000 Paar. Per Hand wird Masche für Masche auf eine Kettelmaschine gesetzt. So soll gewährleistet werden, dass der Träger keine Naht an seinen Zehen spürt. Jeder Socken wird zudem einzeln auf Plastikfüße gezogen, um ihm die perfekte Form zu verleihen. Im Anschluss wird jede einzelne Socke von Hand kontrolliert. Falke will anders sein als die Konkurrenz (Siehe: Worauf wir stolz sind)

Kommentare (4)

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Jahrgang1970

04.12.2013, 08:07 Uhr

Immer wieder das gleiche. Will ich Socken kaufen so gehe ich ins Internet und suche nach guten schwarzen Herrensocken, die nicht viel Kosten. Das Paar für 2 Euro..... Das problem ist nur: Was ist da gut? Und dann stieß ich auf Falke Socken, weil mir ein Berufsbekleidunghändler einmal ein Paar geschenkt hatte. Ich vergesse nie den ersten Moment. Diese massagengleiche Passform. Ein herrliches Gefühl um die müde gelaufenen Füße. Und dann diese R und L Passform. Ich liebe diese Socken und habe mir keine anderen mehr bestellt. Die Falke Socken halten sehr viel länger und schenken den ganzen Tag ein unbekannt gutes Gefühl. Zu Weihnachten und Geburtstag wünsche ich mir diese R und L Socken von Falke. Das ist die einzige Maßkonfektion die auch ein kleiner Geldbeutel stemmen kann. DANKE ins Sauerland. Wat nix kost iss auch nix. Geht kaum anders.

Freidenker

04.12.2013, 10:10 Uhr

Ich hatte mir vor ca. 15 Jahren mal Falke (Winter)Socken zum wandern gekauft. Diese Socken trage ich noch heute! Wenn auch nicht täglich. Diese Socken, speziell zum Wandern, verschafften mir keine Blasen und sind einfach nur toll ob zum wandern oder auch für den reinen Hausgebrauch.

Das Geld, welches ich damals in diese Socken investierte, habe ich längst abgelaufen. Auch wenn sie damals so ca. 15 DM kosteten, waren sie doch ihren Preis wert! Leider hat sich der Preis von damals doch sehr erhöht. Ist aber mit der Einführung des Euro kein Einzelfall geblieben.

Comun

04.12.2013, 16:29 Uhr

Ich besutze nur Falke_Socken.
Bitte behalten Sie die Qualität bei.
Euer treue Kunde.

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