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04.09.2015

20:04 Uhr

Verband der jungen Unternehmer

Hubertus Porschen folgt auf Lencke Steiner

VonAnja Müller

Nachdem zwei Frauen den Verband der jungen Unternehmer geführt haben, ist nun wieder ein Mann an der Reihe. Hubertus Porschen übernimmt die Geschäftsführung von Lencke Steiner. Er will den Dialog mit der Politik fördern.

Lencke Steiner übergibt das Staffelholz an Hubertus Porschen, den frisch gewählten Bundesvorsitzender der Jungen Unternehmen. PR

Hubertus Porschen und Lencke Steiner

Lencke Steiner übergibt das Staffelholz an Hubertus Porschen, den frisch gewählten Bundesvorsitzender der Jungen Unternehmen.

DüsseldorfEs war eine Kampfkandidatur und er hat gewonnen. Er ist kein Nachfolger, er ist ein Gründer und er ist ein Mann. Nachdem zwei Frauen, Marie-Christine Ostermann und in den vergangenen drei Jahren Lencke Steiner, den Verband der Jungen Unternehmer geführt haben, ist nun wieder ein Mann an der Reihe. Hubertus Porschen, Jahrgang 1982, ist Geschäftsführer der iConsultants GmbH.

Sein Unternehmen betreibt den internationalen Online-Marktplatz App-Arena.com. Es wurde 2010 gegründet und entwickelt Gewinnspiele und Fotowettbewerbe für Unternehmenswebsites, die ihre Reichweite und die Interaktion auf ihren Webseiten erhöhen wollen. Zu seinen Kunden zählen die Ergo-Versicherung oder der Outdoor-Anbieter Jack Wolfskin, aber auch Volksbanken oder Sparkassen, die mehr Nähe zu ihren Kunden suchen. „Wir sorgen für Traffic und generieren Nutzerdaten“, so Porschen.

Als deutscher Mark Zuckerberg will er allerdings nicht bezeichnet werden. Aber Klischees passen ohnehin nicht zu dem jungen Unternehmer: „Ich komme nicht aus einem Unternehmerhaushalt“, erklärt er. Er habe sich alles selbst erarbeiten müssen, er weiß aber auch, seitdem er beim Verband aktiv ist, dass die Nachfolge genauso herausfordernd ist

Porschen trägt ein blaues Jackett und Krawatte. „Ich war nie der Typ mit Kapuzenpulli und Jeans, der sich auf Konferenzen rumtreibt und nur den ganzen Tag netzwerkt“, sagt der gebürtige Bensberger. „Wir hatten sehr schnell eine professionellen Vertrieb.“ iConsultant ist seine fünfte Firma. Und obwohl sein Geschäftsmodell auch in Startup-Verbände gut reinpassen würde, hat er sich 2011 für die jungen Unternehmer entschieden. Aus der Startup-Zeit sei er bereits herausgewachsen.

Gemeinsam mit seinem Mitgründer, der für die Technik zuständig ist und einen operativen Chef, der ebenfalls an dem Unternehmen beteiligt ist, führt er das Unternehmen mit 15 Mitarbeitern. Porschen will etwas lernen von erfahrenen Firmenchefs und sucht den Austausch auf Augenhöhe. Den hat er auch mit seinen vier Business Angels, die ihn unterstützen, die er aber nicht im Netzwerk der jungen Unternehmer gefunden hat. Besonders wichtig ist ihm in seiner Amtszeit der weitere Ausbau des parteiübergreifenden Dialogs zwischen jungen Unternehmern und Politikern zu Zukunftsthemen wie Digitalisierung, Gründerkultur, Fachkräftemangel und Bildung.

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