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12.06.2012

12:30 Uhr

Visuelle Effekte-Firma

Vom Garagen-Projekt zum Oscar-Gewinner

VonHans-Peter Siebenhaar

In einem kleinen Ort bei Darmstadt hatte alles angefangen, heute ist Pixomondo eine der erfolgreichsten Firmen für visuelle Effekte in Hollywood und unterh

Szene aus dem Film „Hugo Cabret“: 483 Tage Arbeit für 850 Einstellungen. dpa

Szene aus dem Film „Hugo Cabret“: 483 Tage Arbeit für 850 Einstellungen.

Los AngelesDie hellgraue, unscheinbare Halle an einer Ausfallstraße von Santa Monica, dem hippen Pazifik-Vorort von Los Angeles, lässt nicht erahnen, dass sich dahinter eines der innovativsten Unternehmen Hollywoods verbirgt. Nicht einmal ein Firmenschild ist an der Fassade des kubischen Gebäudes angebracht. Dabei zählt Pixomondo, erst vor elf Jahren von Thilo Kuther in Deutschland gegründet, zu den weltweit begehrtesten Unternehmen für anspruchsvolle visuelle Effekte im Kino und Fernsehen.

Mittlerweile ist das Familienunternehmen mit einem Oscar geadelt worden. Im Februar erhielt die einstige Garagenfirma aus Hessen in Hollywood die höchste Auszeichnung in der Filmbranche - und zwar für die Mitarbeit an dem 3-D-Film "Hugo Cabret" von Altmeister Martin Scorsese.

Natürlich ist Unternehmensgründer und CEO Thilo Kuther aus der Kleinstadt Pfungstadt bei Darmstadt stolz auf den Oscar. Das zeigt der 48-Jährige aber nicht. Er verweist auf die außergewöhnliche Leistung seines Teams. Nicht er stehe im Vordergrund, sondern die kreative Leistung der Mannschaft. Eitelkeit ist ihm fremd. Zur Oscar-Verleihung schickte er seinen Visual-Effects-Supervisor Ben Grossman vor. Und einen eigenen Parkplatz vor seinem Firmensitz kennt er nicht.

Vor elf Jahren gründete Thilo Kuther Pixomondo. picture alliance/dpa

Vor elf Jahren gründete Thilo Kuther Pixomondo.

Der braun gebrannte Thilo Kuther in Jeans mit grauem T-Shirt und Stoppelbart sieht aus wie ein älterer Surfer. Kuther lebt mit seiner Freundin, einer Pixomondo-Controllerin, im feinen Strandparadies Malibu, nördlich von Los Angeles. Und tatsächlich ist der Unternehmer ein begeisterter Segler. Dennoch täuscht der äußere Eindruck. "Ich habe jedes Jahr sehr hart gearbeitet. Ich habe mir immer wieder neue Etappenziele gesetzt", sagte der ehrgeizige Entrepreneur, der nur selten und dann auch noch immer nur kurz Ferien macht.

Mittlerweile hat Kuther ein Netzwerk von zwölf Studios auf drei Kontinenten von Frankfurt, Berlin und Hamburg über London, Toronto und Los Angeles bis nach Schanghai und Peking geschaffen. Demnächst werden noch weitere Standorte wie beispielsweise São Paulo in Brasilien eröffnet.

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