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10.07.2013

12:51 Uhr

Vor Hauptversammlung

Balda umgarnt Aktionäre

Das Unternehmen Balda streitet seit Monaten mit seinem Großaktionär über die richtige Strategie. Im Vorfeld der außerordentlichen Hauptversammlung kündigt der Vorstand hohe Umsatz- und Renditensteigerung für 2013/14 an.

Die Balda AG in Bad Oeynhausen Wulferdingsen. Seine Zuversicht stützt das Unternehmen auf höhere Bestellungen eines US-Kunden im Bereich Hifi-Lautsprecher. dpa

Die Balda AG in Bad Oeynhausen Wulferdingsen. Seine Zuversicht stützt das Unternehmen auf höhere Bestellungen eines US-Kunden im Bereich Hifi-Lautsprecher.

DüsseldorfDer im Clinch mit seinem Großaktionär liegende Kunststoffteile-Hersteller Balda gibt sich im Vorfeld der außerordentlichen Hauptversammlung optimistisch. Vorstandschef Dominik Müser kündigte am Mittwoch für das im Juli gestartete Bilanzjahr 2013/14 einen Umsatzanstieg auf 85 bis 90 Millionen Euro an und eine operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) im hohen einstelligen Prozentbereich.

Seine Zuversicht stützt der Manager dabei auf höhere Bestellungen eines US-Kunden im Bereich Hifi-Lautsprecher. Das Auftragsvolumen bezifferte er allerdings nicht. Auch die beiden Zukäufe in den USA dürften sich auszahlen. "Immer deutlicher zeigt sich, dass die Ende 2012 getätigten Akquisitionen in den USA der richtige Schritt waren", betonte Müser. Die US-Firmen aus der Medizintechnik hätten seit ihrer Konsolidierung zum Jahresbeginn positiv zum Konzernergebnis beigetragen und würden auch künftig für Rückenwind sorgen.

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Der Streut um die Besetzung des Balda-Aufsichtsrats bekommt eine weiteres Kapitel. Einer außerordentlichen Hauptversammlung steht nicht mehr viel im Wege außer einer kleinen Weltreise für die Aktionäre.

Mittelfristig strebt Müser durch Zukäufe in den USA und Westeuropa einen Konzernumsatz von 150 bis 200 Millionen Euro an. Die Sparte Medizintechnik soll auf 100 Millionen Euro kommen. 2011 hatte sie erst 40 Millionen erwirtschaftet. Für das gerade abgelaufene Geschäftsjahr hatte Müser noch im Mai wegen des Verkaufs einer Tochter die Umsatzprognose auf 60 bis 65 Millionen Euro gekappt.

Das Balda-Management sieht sich seit Monaten scharfer Kritik seines Großaktionärs Thomas van Aubel mit seiner Firma Elector ausgesetzt. Der Investor wirft dem Management mangelnde Kompetenz vor und will auf einer gerichtlich durchgesetzten außerordentlichen Hauptversammlung in der kommenden Woche die Ablösung des dreiköpfigen Aufsichtsrates durchsetzen. Da das Aktionärstreffen im 400 Kilometer vom Firmensitz entfernten Berlin stattfindet, könnte die Präsenz gering ausfallen und van Aubel mit seinem knapp 30 Prozent-Anteil sein Vorhaben durchsetzen.

Von

rtr

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