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15.04.2015

06:51 Uhr

BIP-Wachstum

Chinas Wirtschaft wächst immer langsamer

China verzeichnet seine niedrigste Wachstumsrate seit sechs Jahren. Das Bruttoinlandsprodukt legte seit Januar um 7,0 Prozent zu. Die Exporteure leiden vor allem an der globalen Konjunkturflaute.

Chinas Wirtschaftswachstum hat sich weiter verlangsamt. Im ersten Quartal legt das Bruttoinlandsprodukt um 7,0 Prozent zu. Reuters

China

Chinas Wirtschaftswachstum hat sich weiter verlangsamt. Im ersten Quartal legt das Bruttoinlandsprodukt um 7,0 Prozent zu.

PekingChinas Wirtschaft hat im ersten Quartal weiter an Fahrt verloren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von Januar bis März um 7,0 Prozent zu, die niedrigste Wachstumsrate seit sechs Jahren. Chinas Wirtschaft verspüre Abwärtsdruck, aber das Wachstum befinde sich in einer vernünftigen Spanne, sagte der Sprecher des Statistikbüros, Sheng Laiyun, am Mittwoch in Peking. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem BIP zum Jahresauftakt in dieser Größenordnung gerechnet. Im vierten Quartal 2014 war die Wirtschaft Chinas noch mit 7,3 Prozent gewachsen.

Die Industrieproduktion stieg im März zwar um 5,6 Prozent, es ist allerdings der niedrigste Zuwachs seit der globalen Finanzkrise 2008. Experten hatten einen Anstieg von 6,9 Prozent prognostiziert.

Zahlen und Fakten zu China

Bevölkerung

China ist mit 1,37 Milliarden Menschen das bevölkerungsreichste Land der Erde.

Fläche

Auf einer Fläche von rund 9,5 Millionen Quadratkilometern ist China in 22 Provinzen und fünf Autonome Regionen gegliedert.

Sonderverwaltungszonen

Dazu kommen die beiden Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macau.

Hauptstadt

Die Hauptstadt des Reichs der Mitte ist Peking. Dort allein leben mehr als 20 Millionen Menschen – und das sind nur die offiziellen Zahlen.

Han und Minderheiten

Die große Mehrheit der Bevölkerung sind Han-Chinesen (91,6 Prozent), dazu kommen 55 Minderheiten.

Religion

Rund ein Fünftel der Bevölkerung hängt Volksreligionen an, dazu kommen sechs Prozent Buddhisten und 2,4 Prozent Muslime.

Stadt und Land

Mit 749 Millionen Menschen lebt die Mehrheit der Bürger (55 Prozent) in Städten.

Für das Gesamtjahr 2015 erwartet die Regierung in Peking nach früheren Angaben beim Bruttoinlandsprodukt lediglich ein Plus von rund sieben Prozent. 2014 waren es 7,4 Prozent. Das war die schwächste Wachstumsrate seit 24 Jahren. Den Exporteuren macht die globale Konjunkturflaute zu schaffen. Zudem leidet die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt unter einer schwächelnden Binnennachfrage und einem abkühlenden Immobilienmarkt.

Erst am Montag hatte China einen überraschenden Einbruch seiner Exporte bekanntgegeben. Die Ausfuhren waren im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15 Prozent gefallen.

Die wirtschaftliche Entwicklung wird von der Führung in Peking mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, weil eine Schwäche in der Exportwirtschaft auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben könnte. Die kommunistische Regierung fürchtet, dass es bei einem Anstieg der Erwerbslosigkeit zu Unruhen kommen könnte. Nach Angaben des Statistikamtes liegt die Arbeitslosenquote bei 5,1 Prozent.

Zurück in die Heimat: China braucht zu Hause frischen Wind

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Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Peter Noack

15.04.2015, 07:21 Uhr

Chinas Wirtschaft wächst sehr viel zu schnell! Im nächsten Jahrzehnt müssen die Wachstumsraten unter 5 Prozent fallen und danach weiter sinken. Nach 2050 dürfen keine Wachstumsraten in China mehr über ein Prozent sein, oder sucht euch schon mal eine neue Erde!

Herr Peter Spiegel

15.04.2015, 09:22 Uhr

Wie viel Dreck in der Luft, Wasser u.s.w. eine Chinese aushalten kann,
bestimmt wohl das Wachstum in dem Land.

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