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29.08.2016

15:38 Uhr

Interkulturelles Onboarding

Zehn Tipps zur Beschäftigung ausländischer Mitarbeiter

VonCarina Kontio

Ausländische Fach- und Führungskräfte können Unternehmen auf vielen Feldern weit voranbringen. Doch privat und beruflich müssen dafür die Rahmenbedingungen stimmen. Die wichtigsten Punkte für Firmen im Überblick.

Chefs sollten neuen Mitarbeitern aus dem Ausland vom ersten Tag an ein Gefühl der Zugehörigkeit geben. Getty Images

Herausforderung Onboarding

Chefs sollten neuen Mitarbeitern aus dem Ausland vom ersten Tag an ein Gefühl der Zugehörigkeit geben.

KölnOb kleine und mittelständische Unternehmen oder Großkonzerne: Wer in neuen Auslandsmärkten Fuß fassen will, profitiert davon, wenn er auch ausländisches Personal rekrutiert. Das Thema gewinnt auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und dem damit einhergehenden Mangel an Nachwuchskräften an Bedeutung. Bis 2030, so die Bundesagentur für Arbeit, wird die Zahl der Erwerbstätigen um bis zu zwei Millionen schrumpfen und der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften um 530.000 Personen steigen.

So profitieren Mittelständler von der Globalisierung

Wachstumstreiber

Die Weltexporte sind weitaus stärker gestiegen als die nationalen Bruttoinlandsprodukte. Die Globalisierung war und bleibt auch in Zukunft ein Wachstumstreiber.

(Quelle: Hermann Simon, "Hidden Champions - Aufbruch nach Globalia")

Kaufkraft

Die Musik wird weiterhin in Amerika und Europa spielen. Das gilt nicht nur für die Höhe der Bruttoinlandsprodukte, sondern auch für deren absolute Zuwächse. Hinzu kommt China als dritter Pol mit dem größten Zuwachs an Kaufkraft. Viele weitere Regionen werden an Bedeutung gewinnen, aber dennoch im Jahr 2025 deutlich hinter diesen drei Polen der Weltwirtschaft zurückbleiben.

Marktposition

Deutsche Mittelständler, die im globalen Wettbewerb mithalten wollen, müssen die erste Priorität darauf legen, ihre Marktpositionen in Europa und den USA zu halten beziehungsweise in vielen Fällen die Position in den USA zu stärken.

Marktstellung

An zweiter Stelle steht der Aufbau starker Marktstellungen in China und Indien.

Perspektive

ASEAN, Osteuropa/Russland, Lateinamerika und längerfristig Afrika bieten ebenfalls attraktive Wachstumsperspektiven. Die treibende Kraft in Afrika ist dabei die Bevölkerungsexplosion. Die Nutzung all dieser Chancen beinhaltet für Mittelständler eine Herkulesaufgabe.

Rückschläge

Trotz der grundsätzlich optimistischen Einschätzung lassen sich Rückschläge in der Globalisierung - insbesondere im Zuge von Krisen - nicht ausschließen. Protektionismus, Globalisierungsgegner oder die Bevorzugung nationaler Champions können den freien Handel behindern.

Die richtige Balance

Die Welt ist zwar "flacher" als vor 20 Jahren, aber "flach" ist sie bis heute nicht. Regionale, nationale und lokale Unterschiede werden weiter bestehen. Es geht deshalb auch in Zukunft darum, die richtige Balance zwischen Standardisierung und Differenzierung zu finden. Mittelständler dürften hier im Vorteil sein, da sie im Hinblick auf die resultierenden Anpassungsnotwendigkeiten flexibler sind als Großunternehmen.

Die gute Nachricht: Potenzial dafür gibt es neben Frauen, älteren Arbeitnehmern und Flüchtlingen vor allem auch bei ausländischen Fach- und Führungskräften. Schließlich gilt Deutschland nach Amerika laut der Industriestaaten-Organisation OECD inzwischen als das zweitbeliebteste Einwanderungsland der Welt.

Die Carl Duisberg Centren (CDC), ein führendes gemeinnütziges Dienstleistungsunternehmen auf dem Gebiet der internationalen Bildung und Qualifizierung, sieht den Vorteil dieser sogenannten Impatriates vor allem bei der Internationalisierung deutscher Firmen. So punkten sie mit mehr Nähe zu den Zielmärkten, wichtigen sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen sowie neuen Ideen und anderen Perspektiven.

Doch besonders für mittelständische Unternehmen, die den Sprung aufs internationale Parkett wagen wollen, ist die Beratung und Betreuung des ausländischen Personals oft ein neues Feld, dessen Wichtigkeit manchmal unterschätzt wird. Dabei, so Katarina Lerch, interkulturelle Trainerin bei CDC, hilft nachhaltiges „Onboarding“ gerade, unnötige Verluste zu vermeiden. Lerch ist selbst ehemalige Expatriate mit langjähriger Erfahrung in der internationalen Personalentwicklung und rät, das Augenmerk auf die folgenden Bereiche zu legen:

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