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20.08.2015

19:21 Uhr

Merkels Brasilien-Reise

Rousseff will schrittweisen Kohle- und Ölausstieg

Kohle, Öl, Gas: Geht es nach Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff, haben fossile Brennstoffe künftig einen schweren Stand in ihrem Land. Bis 2100 soll das Land den Ausstieg schaffen. Kanzlerin Merkel lobt das Vorhaben.

Bei ihrer Reise wurde Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Planalto Palast in Brasília von Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff (r) empfangen. dpa

Bundeskanzlerin in Brasilien

Bei ihrer Reise wurde Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Planalto Palast in Brasília von Brasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff (r) empfangen.

BrasíliaBrasiliens Staatspräsidentin Dilma Rousseff will wie die größten Industriestaaten (G7) in ihrem Land einen schrittweisen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas einleiten. Wenn die Erderwärmung auf zwei Grad begrenzt werden soll, müsse dies bis 2100 geschafft werden, sagte sie am Donnerstag in Brasília zum Abschluss der ersten deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wertete das Bekenntnis des fünftgrößten Landes der Welt als wichtiges Signal, um Ende des Jahres beim Klimagipfel in Paris eine Einigung auf ein ehrgeiziges Abkommen zu schaffen. „Brasilien ist hier einen großen Schritt gegangen“, sagte Merkel. Es sei von „allergrößter Bedeutung“, dass alle Länder das täten, was ihnen möglich sei.

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Brasilien will die CO2-Emissionen mindestens um 36 Prozent bis 2020 senken, wie Rousseff sagte. Das Land ist zu über 70 Prozent von Wasserkraft bei der Energieversorgung abhängig und leidet daher besonders unter sich verschärfenden Dürreperioden. Zugleich setzt es aber auch stark auf den Export von Öl.

Die G7-Staaten hatten im Juni das Ausstiegsziel beim Gipfel in Schloss Elmau vereinbart – allerdings ist es erst einmal nur eine vage Absichtserklärung, nicht unterlegt mit konkreten Verpflichtungen und Fahrplänen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Frau Annette Bollmohr

21.08.2015, 12:28 Uhr

Auf die Antwort der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff auf die Frage „Wie fördern Sie Frauen?“ (im letzten Absatz des Interviewabdrucks auf den Seiten 8/9 der heutigen HB-Printausgabe (Zitat: „Wir haben jetzt die ersten Gesetze gegen häusliche Gewalt gegen Frauen eingebracht. Aber die Bedrohung wird erst ganz langsam abnehmen, fürchte ich. Wir wollen ein Gesetzesprojekt einbringen, wonach es gleiches Geld für gleiche Arbeit gibt. Die kulturellen Hindernisse sind bei uns hoch.“ antworte ich meinerseits wie folgt:

O Gott, Dilma. Bei Euch sind die hoch? Du bist Präsidentin („in“!) des größten Landes des südamerikanischen Kontinents. Und vor den Wahlen letztes Jahr sah es lange so aus, als sei Deine schärfste Herausforderin Marina Silva (auch ‘ne Frau).

Was sollen da erst die Frauen im islamischen Raum zu sagen??!

Macht nicht so viele Gesetze, die sowieso keinen interessieren (falls er sie überhaupt kennt; der größte Teil der Bevölkerung hat im täglichen Überlebenskampf keine Zeit, sich auch noch damit zu befassen).

Denn wenn irgendjemand genau weiß, dass die bloß auf dem Papier stehen, dann doch die Brasilianer. Nur erfolgreiches HANDELN verschafft Respekt Zu Recht!!
Schmeißt endlich die ganzen korrupten „Autoritäten“, die Gott sei Dank sowieso keiner ernst nimmt, raus (wo ihr - wichtiger Fortschritt! - schon mal beim Saubermachen seid und stellt mal ganz was Neues auf die Beine.

Wenn das ein ebensowenig verwöhntes wie einfallsreiches und improvisationsfreudiges („dá se um jeito“ – „irgendwie werden wir das schon managen“ nicht schaffen sollte, wer dann sonst?

Und noch was:

Ist völlig egal, ob Euch irgendjemand "mehr Zeit gibt".
Es muss jetzt, sofort und auf der Stelle gehandelt werden.

Bis 2010 wird es sowieso nichts mehr geben, aus dem es auszusteigen gilt.

Weil der Regenwald dann längst Geschichte und wir alle miteinander "abgesoffen" sind. Das geht offensichtlich weitaus schneller, als die meisten von uns bislang wahrhaben wollen (müssen).

Frau Annette Bollmohr

21.08.2015, 13:48 Uhr

Wichtige Korrektur zu

Falsch: "Wenn das ein ebensowenig verwöhntes wie einfallsreiches und improvisationsfreudiges":

Richtig:

Wenn das ein (Volk), das gleichermaßen nicht verwöhnt wie einfallsreich und improvisationsfreudig ist (...)

Für die ganzen fehlenden Schließ-Klammern bitte ich um Entschuldigung (und darum, sie "im Geiste" zu vervollständigen).

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