Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.06.2015

00:49 Uhr

Milliarden-Paket

Brasilien braucht ausländische Investoren

Ausländische Investoren gefragt: Der Ausbau von Straßen, Häfen, Flughäfen und Eisenbahnverbindungen in Brasilien ist geplant. Die Rousseff-Regierung will damit die Wirtschaft in dem südamerikanischen Staat ankurbeln.

Die brasilianische Präsidentin will ausländische Investitionen ins Land holen, um die Wirtschaft anzukurbeln. AFP

Dilma Rousseff

Die brasilianische Präsidentin will ausländische Investitionen ins Land holen, um die Wirtschaft anzukurbeln.

BrasiliaDie brasilianische Regierung stemmt sich mit einem Milliarden-Investitionspaket im Infrastrukturbereich gegen die Wirtschaftskrise. Präsidentin Dilma Rousseff nannte am Dienstag eine Summe von umgerechnet 56,6 Milliarden Euro, die in den Ausbau von Straßen, Häfen, Flughäfen und Eisenbahnverbindungen fließen soll. Allein bis 2018 sind in dem als historisch titulierten „Plan für Konzessionen“ Investitionen von 19,7 Milliarden Euro vorgesehen.

Brasilien - Land der Superlative

Größe

8,5 Millionen Quadratkilomenter - damit doppelt so groß wie die Europäische Union (Quelle: dpa)

Einwohner

203 Millionen Einwohner - bevölkerungsreichstes Land Lateinamerikas

Wirtschaft

Teil des BRICS-Bündnis für aufstrebende Wirtschaftsmächte - neben Brasilien noch Russland, Indien, China und Südafrika

BIP 2013: 2,243 Billionen US-Dollar (11.311 Dollar pro Einwohner)

Export

Hauptexportgüter sind Rohstoffe, Nahrungsmittel und Erdöl - 2018 soll die Erdöl-Förderung im Off-Shore-Ölfeld "Campo de Libra" beginnen, die Reserven dort werden auf 8 bis 12 Milliarden Barrel (Fass je 159 Liter) geschätzt

Soziales

Das soziale Gefälle in Brasilien ist groß. Der Anteil der Bevölkerung unter der nationalen Armutsgrenze sank zwar von 2002 bis 2009 von 38,3 auf 23,9 Prozent, die Zahl der Betroffenen ging von 68 auf 44 Millionen zurück. Die Ungleichheit der Einkommen und Vermögen ist aber weiterhin auch im Weltmaßstab sehr hoch.

Hauptziel ist es, ausländische Investoren ins Land zu locken und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Für 2015 erwartet Brasilien einen Rückgang des Wirtschaftswachstums von 1,2 Prozent und eine Inflation von über 8 Prozent. Nachholbedarf gibt es in der siebtgrößten Volkswirtschaft der Welt vor allem im Schienenverkehr. In brasilianisch-chinesischer Kooperation soll unter anderem die Transoceânica-Eisenbahnlinie entstehen, die das am Atlantik gelegene Brasilien mit dem Pazifik in Peru verbinden soll.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×