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25.10.2016

12:41 Uhr

Mittelstandsbarometer

Der Sprung über die Grenze lohnt

VonThomas Luther

Die Internationalisierung schafft Investitionen  und Jobs – auch im Mittelstand. Das wirkt sich auf die Stimmung aus. Warum gerade kleinere Firmen eine Expansion ins Auge fassen.

Studie verleitet zu Optimismus. dapd

Ernst & Young

Studie verleitet zu Optimismus.

DüsseldorfDeutsche Mittelständler mit nennenswertem internationalem Geschäft sind mit ihrer Geschäftslage deutlich zufriedener als Unternehmen, die ausschließlich in Deutschland tätig sind. Dies geht aus dem jüngsten Mittelstandsbarometer der Wirtschaftsberatung EY, früher Ernst & Young, hervor. Demzufolge erwarten zwei von fünf Mittelständlern mit Auslandsengagement trotz der aktuellen Schwäche auf einigen Exportmärkten eine verbesserte Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten. Etwa die Hälfte erwartet, dass sie gleich bleibt. Bei den ausschließlich in Deutschland tätigen Unternehmen erwartet nur jedes dritte eine Verbesserung, 56 Prozent rechnen zumindest mit stabilen Geschäften. Für die Studie wurden 3000 mittelständische Unternehmen in Deutschland mit einem Jahresumsatz von mehr als 30 Millionen Euro befragt.

Mittlerweile ist jeder dritte deutsche Mittelständler im Ausland aktiv. Die Internationalisierung sorgt für einen Investitionsschub und höhere Beschäftigung. So planen 29 Prozent der international aktiven Unternehmen, ihre Gesamtinvestitionen in Ausrüstung, Maschinen oder Gebäude zu steigern – bei den nur auf dem heimischen Markt tätigen Unternehmen wollen 24 Prozent mehr investieren. Und mehr als ein Drittel (35 Prozent) der internationalisierten Mittelständler will in den kommenden sechs Monaten neue Stellen schaffen – bei Unternehmen ohne Auslandstätigkeit liegt der Anteil nur bei 30 Prozent.

„Viele Mittelständler haben früh angefangen, Standorte in anderen Ländern aufzubauen und ihre Produkte auf einen internationalen Markt auszurichten“, sagt EY-Partner Peter Englisch. „Im globalen Wettbewerb haben sie sich dadurch deutliche Vorteile verschafft und sind nicht mehr abhängig vom Binnenmarkt. Gleichzeitig profitieren sie von den hohen Zuwachsraten in schnell wachsenden Ländern.“

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