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11.09.2015

09:03 Uhr

Schwellenländer

Ein Lichtblick für die Anleger

VonFrank Wiebe

Anlagen in Schwellenländern sind nichts für schwache Nerven. Gerade müssen die Anleger zusehen, wie ihr Geld dort dahinschmilzt. Doch ein Lichtblick ist in Sicht, sagt Emerging-Markets-Stratege David Kaloo.

Für Kaloo sind Schwellenmärkte nahe einem zyklischen Tief angelangt, nach dem es wieder aufwärts gehen kann. IMAGO

Schwellenländer

Für Kaloo sind Schwellenmärkte nahe einem zyklischen Tief angelangt, nach dem es wieder aufwärts gehen kann.

New YorkDevan Kaloo muss Optimismus für die Aktien aus Schwellenländern zeigen, denn er ist der Chef der entsprechenden Fonds bei Aberdeen. Aber er hat auch einige gute Argumente dafür parat, dass die Zukunft der Emerging Markets besser aussieht als in den vergangenen Monate. Die Börsen in diesen Regionen haben nicht nur im laufenden Jahr gelitten, sondern auch über fünf und über zehn Jahre hinweg aus heutiger Sicht weitaus schlechter abgeschnitten als die etablierten Aktien der Industrieländer. Weil der Dollar zurzeit relativ stark ist, ist diese Diskrepanz für US-Anleger noch größer als für Europäer.

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Seiner Meinung nach sind die Schwellenmärkte aber nahe einem zyklischen Tief, nach dem es wieder aufwärts gehen kann. Rechnet man die angeschlagene Öl- und Energiebranche heraus, dann zeigt sich im Durchschnitt schon wieder eine Verbesserung der Margen im operativen Geschäft, sagt er. Vor allem Banken verdienen relativ gut und sind sehr niedrig bewertet. Als Länder mit guten Aussichten hat er für „Mutige“ Brasilien und die Türkei im Visier, etwas solider sind seiner Ansicht nach Anlagen in Indien, Indonesien und auf den Philippinen. In Osteuropa schätzt er Polen als recht positiv ein. Insgesamt seien Branchen, die vom Aufbau der Infrastruktur oder vom heimischen Konsum profitieren, Exportwerten vorzuziehen. Denn der Welthandel stagniert zurzeit.

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Zu den großen Risiken für alle Kapitalmärkte, aber ganz besonders für die Schwellenländer gehören die Probleme in China. Die Entwicklung dort schätzt Kaloo als negativ, aber nicht dramatisch ein. „Es wird dort keinen Kollaps geben, aber das Wachstum funktioniert nicht mehr“, sagt er. Das größte Risiko wäre seiner Meinung eine weitere deutliche Abwertung der chinesischen Währung, die erneut Schockwellen durch die Börsen schicken könnte.

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