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04.01.2011

11:15 Uhr

Wäschehersteller

Traditionsunternehmen Schiesser ist nicht mehr insolvent

Der Wäschehersteller Schiesser hat die Insolvenz zum Jahreswechsel offiziell hinter sich gelassen. Insolvenzverwalter Volker Grub bleibt dem Traditionsunternehmen aber verbunden - in neuer Position.

Verkauf von Schiesser-Wäsche: Das Traditionsunternehmen hat die Insolvenz verlassen. Quelle: dpa

Verkauf von Schiesser-Wäsche: Das Traditionsunternehmen hat die Insolvenz verlassen.

HB RADOLFZELL. Das Unternehmen handele mit der Aufhebung des Verfahrens wieder vollkommen eigenständig, teilte der bisherige Insolvenzverwalter Volker Grub am Dienstag mit. Die Firmenleitung liegt demnach nun in den Händen der drei Schiesser-Vorstände Rudolf Bündgen, Karl-Achim Klein und Johannes Molzberger. Grub selbst wechselt in den Aufsichtsrat.

Bündgen arbeitet den Angaben zufolge mit einer kurzen Unterbrechung bereits seit 1991 in verschiedenen leitenden Positionen für Schiesser, seit 2008 als Vorstandssprecher. Klein ist seit 2003 bei dem Radolfzeller Unternehmen, seit 2005 als Mitglied des Vorstands. Molzberger gehört seit Mai 2009 zum Vorstandsteam.

Das Unternehmen will im zweiten Quartal dieses Jahres an die Börse gehen.

Schiesser hatte im Februar 2009 Insolvenz angemeldet. Grub kündigte daraufhin den Großteil der Lizenzverträge für Marken wie Puma, Tommy Hilfiger oder Levi's, mit denen Schiesser hohe Verluste eingefahren hatte. Zudem brachte er das Unternehmen mit der Eröffnung eines Outlet-Stores auf dem Firmengelände wieder in die schwarzen Zahlen. Auch strich er zahlreiche Stellen. Schließlich konnte Schiesser im vergangenen Jahr erstmals seit sechs Jahren wieder schwarze Zahlen schreiben.

Das 1875 gegründete Unternehmen ist auf hochwertige Wäsche sowie Bademoden und Sportwäsche spezialisiert.

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