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02.10.2012

08:04 Uhr

Weconomy-Sieger Somonic Solutions

Erfahrung ist gut – messen ist besser

VonLin Freitag

Das Motto von Somonic Solutions bringt die Geschäftsidee auf den Punkt: In der Galvanotechnik zählte bislang die Erfahrung der Techniker, jetzt bietet eine neue Messtechnologie nachweisbare Sicherheit.

Ein Mercedes-Mitarbeiter poliert beim Pariser Autosalon die Motorhaube. dpa

Ein Mercedes-Mitarbeiter poliert beim Pariser Autosalon die Motorhaube.

DüsseldorfAm 8. April 2013 ist die Premiere. Auf der internationalen Leitmesse für Oberflächenbeschichtung (SurfaceTechnology) soll das neuartige Messgerät im Prototyp vorgestellt werden. Eckart Giebler, Geschäftsführer der Somonic Solutions vergleicht das Ereignis mit der Geburt eines Kindes: „Die erste Hürde ist dann genommen, es folgt aber noch eine Menge Arbeit“.

Galvanotechnik – hört sich futuristisch an, ist es aber gar nicht. Das Verfahren gibt es schon seit Ende des 18. Jahrhunderts. Entdeckt durch den italienischen Arzt Luigi Galvani, bezeichnet der Prozess die elektrochemische Abscheidung von metallischen Überzügen auf einen anderen Gegenstand. Durch dieses Verfahren kommt zum Beispiel auch der Mercedesstern zu seinem Glanz.

Was beim Businessplan wichtig ist

Häufigster Fehler

Einer der häufigsten Fehler ist, dass der Gründer zu sehr von sich ausgeht und im Eifer Kunden und Geldgeber aus den Augen verliert. Daher immer wieder die Perspektive wechseln und den Businessplan aus der Sicht der Kunden bzw. Investoren machen.

Was steht drin?

Ein Businessplan sollte nicht nur formalen Ansprüchen genügen, sondern auch eine Reihe von inhaltlichen  Punkten abdecken. Dazu gehören ein ordentlich ausgefülltes Deckblatt, die Darstellung der eigenen Person, das Konzept, der Kapitalbedarfsplan, der Finanzierungsplan, eine Ertragsvorschau, der Liquiditätsplan und die Anlagen.

Die eigene Motivation

Sehr wichtig ist es, in einem Businessplan die eigene Motivation glaubwürdig zu formulieren. Ehrlichkeit siegt zwar, aber geizen Sie nicht mit Eigenlob. Machen Sie klar, dass Sie und Ihr Unternehmen eine Perspektive haben!

Das optimale Konzept

Handeln Sie die folgenden Punkte exakt durch: Geschäftsidee (Vergleich mit etablierten Unternehmen, Hintergrundinformationen beifügen), Darstellung Markt und Branche inklusive Zukunftsbetrachtung (Recherche lohnt sich!) und Vertriebs- sowie Marketingstrategie (nicht nur Werbung, sondern Image-Bildung).

Der Kapitalbedarfsplan

Ihr Konzept steht – nun geht es darum, wie viel Kapital Sie für die Umsetzung brauchen. Listen Sie alle Posten auf, die bei der Gründung Geld kosten werden. Vergessen Sie nicht, dass Sie und Ihre Familie auch von etwas leben müssen. Simone Janson bietet in ihrem Buch eine hilfreiche Übersicht.

Der Liquiditätsplan

Die Finanzierung des Unternehmens ist das eine, doch die dauerhafte Liquidität das andere. Sie müssen gewährleisten, dass Ihre Firma stets flüssig ist. Das Schreiben einer Rechnung bedeutet noch nicht, dass sie auch bezahlt wird. Für das erste Jahr sollten sie den Liquiditätsplan am besten monatlich erstellen.

Ertragsvorschau

Schließlich sollten Sie eine Übersicht darüber gewinnen, ob ihr Unternehmen dauerhaft tragbar ist. Das gefällt auch potenziellen Geldgebern. Eine Rentabilitätsvorschau, auch Ertragsvorschau genannt, ist Zentral für den Erfolg Ihrer Existenzgründung.

Nicht stur sein

Ein Businessplan hilft Ihnen als Orientierung. Aber eine Planung bedeutet nicht, ein für allemal darauf festgelegt zu sein. Es ist völlig normal, anfängliche Ideen zu verändern.

Das Objekt wird dabei in eine Lösung eingetaucht. Die Beschichtungsmetalle werden angereichert und durch elektrischen Strom dazu gebracht, sich auf der Oberfläche des Materials abzuscheiden. Ob das Ergebnis gleichmäßig gelingt oder nicht, lag bislang an den Fähigkeiten des Galvanotechnikers. Er musste abschätzen, welche Stärke der Strom hat und wie lange die Abscheidung dauern soll.

Wie Sie an Geld kommen

Staatliche Förderprogramme

Seitens des Bundes, der Länder und der EU werden Existenzgründern zahlreiche Fördermöglichkeiten geboten. Dabei gehören die Kreditprogramme der KfW Mittelstandsbanken zu den wichtigsten. Dazu zählen das KfW-Startgeld, das Unternehmerkapital sowie der Unternehmerkredit.

Banken

In der Regel sind Banken der erste Ansprechpartner, wenn es um das Startkapital geht. Im Gegensatz zu staatlichen Förderprogrammen handelt es sich aber um Fremdkapital, dass Sie mit Zinsen zurückzahlen müssen. Üblicherweise müssen Sie ein Geschäftsfoto eröffnen müssen, das teurer ist. Gesetzlich ist aber nichts vorgeschrieben. Bitten Sie also Ihre Bank, ob ein gewöhnliches Girokonto reicht.

Leasing

Wenn Sie investieren wollen, aber kein Eigenkapital besitzen und kein Fremdkapital aufnehmen wollen, können sie das Investitionsgut leasen. Das geht entweder beim Hersteller des Gutes selbst oder über ein Finanzinstitut. Leasingverträge haben große Ähnlichkeit mit Mietverträgen. Ihr größter Vorteil ist, dass Sie die Summe nicht auf einmal berappen müssen. Das Risiko besteht in der Insolvenz Ihres Unternehmens, dann nämlich können Sie das Gut nicht einfach verkaufen.

Venture-Capital-Gesellschaften

Venture-Capital-Gesellschaften vergeben Kapital, ohne Sicherheiten zu verlangen. Im Gegenzug erwerben sie aber Beteiligungen an Ihrem Unternehmen und erwarten erhebliche Wertsteigerungen. Dafür vermitteln Venture-Capital-Gesellschaften aber auch wichtige Kontakte.

Private Investoren

Wer lieber auf private Investoren setzt, sollte sie in seinem nahen Umfeld suchen. Günstiger als ein Bankkredit ist das allemal, allerdings handelt es sich hierbei eher um kleinere Summen. Achtung bei Geldgebern aus der Familie: Hier schaut das Finanzamt in der Regel ganz genau hin.

Jedes Metall erfordert ein anderes Verfahren, manche gelingen fast immer, andere nicht. Ist dem Techniker ein Fehler unterlaufen, konnte dies bislang erst durch eine Qualitätssicherung nach Abschluss der Beschichtung festgestellt werden. Bei einem schlechten Ergebnis, musste der Prozess wiederholt werden – und das kostet viel Geld und Zeit.

Durch die Technologie kann der Abscheideprozess nun in Echtzeit verfolgt werden. Dafür wird der Stabsensor, der aussieht wie eine überdimensionale Spritze, mit in die Lösung getaucht. Das Gerät wird in Schwingungen gesetzt und kann so die Abscheidegeschwindigkeit messen. Der Techniker bekommt die Daten auf einen Monitor geliefert und kann so wie bei einem Herzpatienten das Verfahren überwachen. Bemerkt er einen Fehler, kann er sofort eingreifen.

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