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17.03.2004

12:52 Uhr

Weniger Umsätze

Beschäftigungsabbau im Handwerk geht weiter

Die Zahl der Beschäftigten ist 2003 in den selbstständigen Handwerksunternehmen im Jahresvergleich um 5,1 % zurückgegangen. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mit.

HB WIESBADEN. Nach Angaben des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) gab es zum Jahresende 256 000 Arbeitsplätze weniger als Ende 2002. Insgesamt arbeiteten noch 5,1 Mill. Menschen in einem Handwerksberuf. 2002 war die Beschäftigtenzahl bereits um 5,3 % gesunken.

Die meisten Handwerksbetriebe machten 2003 auch weniger Umsatz. Die Erlöse gingen im Jahresvergleich um 3,1 % auf 468,8 Mrd. € zurück. 2002 waren sie um 4,9 % gesunken. „Die Nachfragekrise bei Konsum und Investitionen hat alle Handwerksbereiche erfasst“, sagte ZDH-Sprecher Alexander Legowski. Eine große Ausnahme waren die Augenoptiker: Im Vorgriff auf die Gesundheitsreform wurden vor allem im zweiten Halbjahr mehr Brillen gekauft. 2003 stieg der Umsatz der Optiker deshalb um 11,7 %. Allerdings erwarten die Optiker im laufenden Jahr einen Einbruch.

Für 2004 rechnet der Verband insgesamt weiterhin mit einem Umsatzrückgang von 1 bis 2 % und dem Verlust von 100 000 bis 150 000 Arbeitsplätzen. Damit werde sich die Abwärtsbewegung verlangsamen.

Vom Beschäftigungsrückgang war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes das Bekleidungs-, Textil- und Ledergewerbe am stärksten betroffen. In diesen Gewerben fiel im Jahresverlauf etwa jeder zehnte Arbeitsplatz weg. In den Bau- und Ausbaugewerben lag das Minus bei 7,3 %, das entspricht nach ZDH-Angaben dem Verlust von 84 000 Stellen. Im Metall- und Elektrogewerbe gab es einen Rückgang von 4,3 % (82 000 Stellen). Im Nahrungsmittelgewerbe lag das Minus bei 4,8 % (28 000 Stellen). Den geringsten Personalabbau gab es in der Gesundheits- und Körperpflege sowie bei der Textil- und Gebäudereinigung.

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