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03.06.2015

13:45 Uhr

Werbung im Netz

Udo Walz macht's vor

VonKatrin Terpitz

Gewerbetreibende stecken jeden vierten Marketing-Euro in Online-Kanäle. Doch es gibt immer noch viele Netzverweigerer. Und wenige Firmen fischen nach Kunden in sozialen Netzwerken. Promifriseur Udo Walz macht es besser.

Der Starfriseur ist nicht nur auf seiner Homepage, sondern auch in zahlreichen Social-Media-Kanälen aktiv. Screenshot

Homepage von Udo Walz

Der Starfriseur ist nicht nur auf seiner Homepage, sondern auch in zahlreichen Social-Media-Kanälen aktiv.

DüsseldorfEigentlich braucht Udo Walz keine Werbung zu machen – weder für sich noch für seine elf Salons von Berlin bis Mallorca. Der Coiffeur der Stars und Sternchen ist bekannt wie ein bunter Hund. Doch selbstverständlich ist der Promifriseur im Netz mit einer professionellen Homepage (www.udo-walz.com) vertreten. Dort kann man online Termine buchen oder aber Haarpflege, Regenschirme oder Bücher von und über Udo kaufen.
Auch auf Facebook ist der Figaro aktiv. Neben seinem privaten Account kommuniziert er auf der Seite Udo Walz Berlin mit Kunden über seine Geschäfte rund um Gesundheit und Schönheit.

Doch die wenigsten Gewerbetreibenden in Deutschland sind in Sachen Eigenwerbung im Netz so präsent und professionell wie der Starcoiffeur. Immerhin: Inzwischen haben 70 Prozent eine eigene Homepage, auf der sie sich und ihre Dienstleistungen präsentieren. Aber nur jeder Dritte hat eine Website, die auch mobil optimiert ist. Zu den „Netzverweigerern“ gehören hauptsächlich Handwerker und Ärzte. Das ergab eine Umfrage des Marktforschers Psyma im Auftrag des Online-Branchenbuchs Klicktel, einer Tochter von Telegate. Sie liegt dem Handelsblatt vorab vor. 400 Gewerbetreibende aus Hotel/Gastronomie, Handwerk, Makler und Ärzte beteiligten sich.

4.000 Euro geben Gewerbetreibende pro Jahr durchschnittlich für Werbung aus – ein Viertel davon fließt in Online-Kanäle. Dabei investieren Makler (Versicherung und Immobilien) mit einem Online-Marketing-Budget von 2.800 Euro im Jahr im Schnitt am meisten. Hotels und Gaststätten sind mit einem Online-Etat von 923 Euro immer noch deutlich investitionsfreudiger als Handwerker (520 Euro) und Ärzte (260 Euro). Bei Ärzten ist ohnehin die Art der Werbung durch ihre Berufsordnung stark eingeschränkt auf sachlich berufsbezogene Information. Anpreisende oder vergleichende Werbung ist für Mediziner tabu – egal ob im Netz oder anderswo.

Vom Budget investieren die meisten Befragten in die Homepage (70 Prozent), je ein Viertel betreibt Marketing per E-Mail sowie auf Suchmaschinen, ein Fünftel ist in Online-Branchenbüchern präsent (Mehrfachnennungen). An onlinegestützten Couponing-Aktionen wie Groupon nehmen nur vier Prozent teil.

Was überrascht: Die Zahl der Netzverweigerer hat sich seit 2012 bei 30 Prozent eingependelt. „Entweder Gewerbetreibende präsentieren ihr Angebot schon länger im Netz oder sie haben es auch in Zukunft nicht vor“, resümiert Rudolf Schneider, General Manager Marketing von Telegate. Auch das Online-Budget ist seit 2012 nahezu konstant. 80 Prozent der Befragten wollen auch in den kommenden zwölf Monaten nicht mehr ausgeben. Die meisten sind überzeugt, dass mit einer Internetpräsenz genug getan sei.

Kommentare (1)

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Herr Clemens Keil

03.06.2015, 14:25 Uhr

Ein Hairstylist wirkt Wunder:

http://youtu.be/9f-9ZGDPpUQ

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