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20.01.2010

22:30 Uhr

Wirtschaftskrise

Familienunternehmen gewinnen an Bedeutung

VonChristoph Hardt

Die Klage, dass die Vielzahl von Preisen und Ehrungen inzwischen zu einer Belastung für deutsche Unternehmen wird, sie ist vielfach zu hören. Und wenn eine Veranstaltung erst zum zweiten Mal stattfindet, dann wäre es vermessen, schon von Tradition zu reden. Dennoch spricht seit Mittwochabend viel dafür, dass die Handelsblatt "Hall of Fame" der Familienunternehmen im Reigen der wichtigen Auszeichnungen für den Mittelstand ihre Position gefunden hat.

MÜNCHEN. Das liegt auch daran, dass die Jury der "Hall of Fame" erneut zwei herausragende Pioniere der deutschen Wirtschaft ausgewählt hat: Mit dem Anlagenbauer Heinrich Weiss und dem Bankier Friedrich von Metzler ziehen zwei Persönlichkeiten ein, die gerade in ihren krisengeschüttelten Branchen Beispielhaftes geleistet haben.

Auch wenn es abgeschmackt klingt, Wandel in Kontinuität ist das eigentliche Geschäftsgeheimnis langlebiger Familienunternehmen. Beide Geehrten verkörpern das auf ihre ganz persönliche Art. Weiss hat seine Unternehmensgruppe über hohe strategische Hürden und durch konjunkturelle Täler hinweg zu einem Weltmarktführer für Planung und Bau komplexer Industrieanlagen geformt, Metzler hat sein Bankhaus ohne Schrammen durch die größte Finanzkrise seit Menschengedenken geführt. Dass beide ihre Unternehmen mit ihrer jeweils so unterschiedlichen Persönlichkeit geprägt haben, gehört zu diesen Erfolgsgeschichten. Künftig werden die beiden gleichberechtigt neben den ersten beiden Laureaten der "Hall of Fame" stehen, Berthold Leibinger, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Trumpf Werkzeugmaschinen GmbH & Co. KG, und Martin Herrenknecht, Vorstandschef des Tunnelbohrmaschinenbauers Herrenknecht AG.

Für das Handelsblatt ist die "Hall of Fame" der Familienunternehmen selbst ein Symbol. Im Zuge der größten Erneuerung in der Geschichte von Deutschlands Wirtschafts- und Finanzzeitung hat die Berichterstattung über den Mittelstand eine herausgehobene Stellung bekommen. Das zeigt sich nicht nur in der täglichen Doppelseite "Familienunternehmen" innerhalb der Unternehmensberichterstattung, im Internet-Angebot stehen Mittelstandsthemen ebenfalls weit oben - auch beim Leser.

Entscheidend für die Relevanz eines Preises sei die Qualität der Jury, hat ein erfahrener Event-Manager jüngst gesagt. Das Handelsblatt hat seine Jury schon vor anderthalb Jahren mit Sorgfalt ausgewählt. Dazu zählen Maria-Elisabeth Schaeffler, die zähe Industrielle aus Franken, Wendelin von Boch-Galhau, Aufsichtsratschef von Villeroy & Boch, der Münchener Betriebswirtschaftsprofessor Horst Wildemann, Rolf Nonnenmacher, Vorstandssprecher von KPMG, die auch als entscheidender Förderer der Hall of Fame aktiv ist. Dazu kommen RWE-Chef Jürgen Großmann, Brun-Hagen Hennerkes von der Stiftung Familienunternehmen, Axel Claus Heitmann, CEO von Lanxess, Wolfgang Schumann, geschäftsführender Gesellschafter der Rudolf-Chemie, Ewald Marquardt, Geschäftsführer des gleichnamigen Autozulieferers, und, last but not least, Bernd Ziesemer, der Chefredakteur des Handelsblatts.

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