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15.01.2008

16:43 Uhr

Zusätzliche Arbeitsplätze geplant

Mittelstand geht optimistisch ins Jahr 2008

Der Mittelstand blickt optimistisch in das Jahr 2008. Kleine und mittlere Unternehmer beurteilen das Konjunkturklima so positiv wie nie zuvor und planen die Schaffung weiterer Arbeitsplätze. Es gibt nur einen Wermutstropfen.

HB BERLIN. Getrübt werden die positive Lage aus Sicht der Mittelständler lediglich von zu hoher Steuer- und Abgabenbelastung, anhaltendem Fachkräftemangel und überbordender Bürokratie. Das geht aus dem am Dienstag in Berlin veröffentlichten Mittelstandsbarometer hervor.

„Der Jobmotor Mittelstand läuft auf Hochtouren. Es geht 2008 weiter aufwärts – trotz Überregulierung, hoher Steuerbelastung und Fachkräftemangel“, erklärte der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven. Die Bundesregierung forderte er auf, überfällige Strukturreformen anzupacken. So müssten überflüssige Gesetze gestrichen, die Unternehmenssteuerreform sowie der Kompromiss zur Erbschaftsteuerreform nachgebessert und der Kündigungsschutz für Betriebe bis 20 Mitarbeiter abgeschafft werden.

Die Jahresumfrage unter 2 400 mittelständischen Unternehmen ergab unter anderem, dass sich die Geschäftslage im Vergleich zum Vorjahr verbessert hat und einen Spitzenwert erreicht. Auch das Konjunkturklima werde so positiv wie nie zuvor eingeschätzt. Davon profitiere der Arbeitsmarkt: Knapp 39 Prozent der Mittelständler planten, neue Arbeitnehmer einzustellen. Rund 56 Prozent wollten ihren Mitarbeiterbestand mindestens halten. Fast keiner (1,5 Prozent) denke an eine Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland.

Die überaus positive Einschätzung des Konjunkturklimas wird dem Barometer zufolge allerdings nicht von allen Branchen geteilt. So stufe der Einzelhandel das Klima kritischer ein. Das Ausbildungsniveau der Nachwuchskräfte werde besonders stark im Groß- und Außenhandel, im Handwerk sowie im verarbeitenden Gewerbe beklagt. Allerdings gebe es große Unterschiede in der regionalen Verteilung. Während der Ausbildungsstand in Baden-Württemberg kaum kritisiert werde, werde die Situation im Saarland als dramatisch eingestuft.

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