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06.08.2013

19:30 Uhr

Mobilfunkanbieter

Freenet verlängert Vertrag mit Media-Saturn

Die Übernahme des Apple-Händlers Gravis und des Onlinehändlers Motion TM zahlen sich für Freenet aus: Der Umsatz ist gestiegen. Die Zusammenarbeit mit der Metro-Tochter Media-Saturn verlängert Freenet vorzeitig.

Freenet hat wieder etwas zu feiern. Dank steigender Kundenzahlen und geschickter Zukäufe konnte der Mobilfunkanbieter seine Erlöse steigern. picture-alliance/ dpa

Freenet hat wieder etwas zu feiern. Dank steigender Kundenzahlen und geschickter Zukäufe konnte der Mobilfunkanbieter seine Erlöse steigern.

FrankfurtDer Mobilfunkanbieter Freenet hat im zweiten Quartal dank Zukäufen und steigender Kundenzahlen die Erlöse gesteigert. Der Umsatz kletterte vor allem wegen der Übernahme des Apple-Händlers Gravis und des Mobilfunk-Onlinehändlers Motion TM um sieben Prozent auf 809,6 Millionen Euro, wie Freenet am Dienstag mitteilte. Im operativen Ergebnis schlug sich dieses Wachstum jedoch nicht nieder. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank auf 85,2 von 85,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die von Reuters befragten Analysten hatten im Schnitt mit 85,8 Millionen Euro beim Ebitda etwas mehr erwartet, beim Umsatz hatten sie nur mit 790 Millionen Euro gerechnet. Seine Zusammenarbeit mit der Metro-Tochter Media-Saturn verlängerte der Konzern vorzeitig.

Freenet gehört wie Drillisch zu den letzten größeren Mobilfunkanbietern ohne eigenes Netz in Deutschland. Solche Unternehmen kaufen den Netzbetreibern Telefon-Minuten und Daten-Pakete ab und vermarkten diese unter eigenem Namen. Auch in Zukunft werde Mobilcom eigene Tarife und die Originaltarife von T-Mobile, Vodafone und E-Plus in den Media-Markt- und Saturn-Filialen vertreiben, erklärte Freenet. Zu den finanziellen Details der Vereinbarung, die nach drei Jahren erstmals gekündigt werden kann, schwieg sich Freenet aus.

Studie Mobilfunkanbieter 2012

Klarmobil

Klarmobil belegt im disq-Ranking den ersten Platz. Für die Service-Leistung erhielt das Unternehmen einen Wert von 67,7 von 100 (befriedigend). Preislich bot Klarmobil die drittbesten Konditionen an.

2Tchibo

Im Service erhält das Kaffee-Unternehmen 69 Punkte (befriedigend), bei den Konditionen macht das Unternehmen im Ranking das sechsbeste Angebot. Im Schnitt liegt Tchibo damit auf Platz 2.

Blau.de

Blau.de führt das Ranking in Sachen Service mit 71 Punkten an (gut). Bei der Konditionenanalyse belegt das Unternehmen den 7. Platz. Im Schnitt macht das Platz 3.

Maxxim

Platz vier im Ranking geht an Maxxim. Im Service erhält das Unternehmen 62,9 Punkte (befriedigend). Allerdings bekommen die Kunden hier die besten Konditionen von allen geboten.

Aldi Talk

Platz fünf geht an Aldi Talk. Der Service wird hier mit 65,1 /befriedigend) bewertet. Bei den Konditionen belegt Aldi Talk den 5. Platz.

Simply

Platz 6 geht an Simply mit einem Service-Wert von 63,3 (befriedigend) und dem vierten Platz bei den Konditionen.

Simyo

Platz sieben geht an Simyo. Besonders gut schneidet das Unternehmen bei der Service-Analyse mit 70,7 Punkten (gut) ab. Platz acht belegt Simyo bei den Konditionen.

Base

Platz 8 geht an Base, mit einem Wert für den Service von 66,0 (befriedigend). Bei der Konditionenanalyse belegt Base den elften Platz.

9E-Plus

E-Plus belegt im Gesamt-Ranking den elften Platz. Für die Service-Leistungen erhält E-Plus einen Wert von 63 (befriedigend). Bei den Konditionen teilt sich E-Plus den Platz elften Platz mit Base. Das Unternehmen bietet nur noch Base-Tarife an.

O2

Der 13. Platz geht an O2. Besonders schlecht schneidet das Unternehmen mit einem Wert von 57,6 (ausreichend) im Service ab. Dabei ist ein Tarif bei O2 nicht einmal sonderlich günstig. Im Konditionen-Ranking belegt O2 den 14. Platz.

Telekom

Lediglich Platz 15 geht an den rosa Riesen Telekom. Nach einer starken Service-Offensive im Internet konnte das Unternehmen in diesem Bereich punkten. 68,4 Punkte (befriedigend) kann die Telekom für sich verzeichnen. Dafür ist die Telekom mit Platz 18 bei den Konditionen relativ teuer.

Vodafone

Vodafone liegt insgesamt auf Platz 18. Das Ergebnis der Serviceanalyse liegt bei 64,1 Punkten (befriedigend). Bei den Konditionen liegt Vodafone auf Platz 21.

Phonehouse

Den letzten Platz (22) im Ranking belegt die Kette Phone-House. Der Service wird mit 59,6 (ausreichend) bewertet. Dabei bietet das Unternehmen die teuersten Konditionen von allen an.

Der Konzern konnte die Kundenzahl im zweiten Quartal um rund vier Prozent auf 8,57 Millionen steigern, doch der harte Preiswettbewerb auf dem deutschen Mobilfunkmarkt setzt auch Freenet zu. Der monatliche Durchschnittsumsatz je Kunde (ARPU) sank sowohl bei den Vertrags- als auch bei den Pre-Paid-Kunden.

Unter dem Strich konnte der Mobilfunkanbieter seine Ergebnis im zweiten Quartal dennoch deutlich steigern. Das Konzernergebnis schoss um rund ein Drittel auf 55,4 Millionen Euro in die Höhe. Das sei nahezu ausschließlich auf gesunkene Abschreibungen zurückzuführen. Die von Reuters befragten Analysten hatten einen Überschuss von lediglich 52,3 Millionen Euro erwarten.

„Aufgrund der guten Ergebnisse des zweiten Quartals bestätigen wir sowohl unsere Prognose für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 als auch die im Rahmen unserer Finanzstrategie nachhaltige Dividendenpolitik“, sagte Finanzchef Joachim Preisig. Der Umsatz soll in beiden Jahren zulegen, das Betriebsergebnis auf 355 Millionen im laufenden und 360 Millionen Euro im kommenden Jahr klettern.

Von

rtr

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