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09.08.2016

17:47 Uhr

Monster

Niederländer wollen Online-Jobbörse kaufen

Seit 20 Jahren gibt es die Internet-Jobbörse Monster. Nun will der niederländische Zeitarbeitsriese Randstad den US-Internetpionier schlucken. Der Konzern will dafür ungefähr 400 Millionen Euro locker machen.

Der Zeitarbeitsriese aus den Niederlanden will die Internet-Jobbörse Monster schlucken. AFP; Files; Francois Guillot

Randstad

Der Zeitarbeitsriese aus den Niederlanden will die Internet-Jobbörse Monster schlucken.

Den HaagDer Personalvermittler Randstad aus den Niederlanden will seine Präsenz in den USA verstärken und den dort ansässigen Online-Jobvermittler Monster kaufen. Randstad bietet 429 Millionen Dollar (387 Millionen Euro) für Monster, wie der in Amsterdam ansässige Konzern am Dienstag mitteilte. Ziel sei, das „umfassendste Angebot weltweit“ bei der Personalvermittlung zu schaffen.

Randstad beschäftigt fast 30.000 Menschen in mehr als 4400 Niederlassungen in 39 Ländern - auch in Deutschland. Der Umsatz betrug im vergangenen Jahr rund 19,2 Milliarden Euro. Monster ist ein Internetpionier: Den Jobvermittler mit Sitz in Massachusetts gibt es schon seit mehr als 20 Jahren.

Zeitarbeit – Mal hier, mal da

Der Markt

Mit der Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften wurde 2014 in Deutschland ein Umsatz von 25,5 Milliarden Euro erzielt. Laut Branchenreport von Statista soll der Umsatz bis 2018 auf 28 Milliarden Euro steigen.

Die Unternehmen

Der Zeitarbeitsmarkt ist stark fragmentiert. Die vier Branchengrößen (Randstad, Adecco, Persona Service und Manpower) haben zusammen einen Marktanteil von 30 Prozent. Der Rest entfällt auf rund 9 000 kleine und mittlere Unternehmen. Bislang haben sie sich nicht durch besondere Innovationsfreude ausgezeichnet: 2014 nutzten 85 Prozent einen Internetzugang, weniger als in der Gesamtwirtschaft. Nur 24 Prozent nutzen eine Software zur Planung von Ressourcen.

Der niederländische Konzern bietet den Monster-Aktionären 3,40 Dollar pro Aktie - das sind fast 23 Prozent mehr, als die Aktie am Montagabend wert war. Randstad will die Übernahme mit schon aufgenommenen Krediten finanzieren und sie bis Ende 2016 über die Bühne bringen.

Von

afp

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