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05.10.2011

10:23 Uhr

Motivation im Job

Wie Sie Ihren inneren Schweinehund überwinden

Die meisten Arbeitnehmer sind unzufrieden und hadern mit ihrem Job. Ihr größter Feind ist der innere Schweinehund. Motivationscoach Stefan Frädrich erklärt, wie man diesen üblen Zeitgenossen überlistet.

In der Rubrik „Karriere Tipp“ widmet sich Handelsblatt Online wöchentlich Themen rund um Beruf, Büro und Bewerbung. CAEPSELE

In der Rubrik „Karriere Tipp“ widmet sich Handelsblatt Online wöchentlich Themen rund um Beruf, Büro und Bewerbung.

DüsseldorfHerr Frädrich, in ihrem Buch „Das Günter-Prinzip“ beschreiben Sie, wie man den inneren Schweinehund überwindet. Wer genau ist denn der innere Schweinehund?

Der innere Schweinehund wird im allgemeinen Sprachgebrauch meist als innerer Feind, der einen immer ausbremst, empfunden. Mir ist das nicht so recht, weil man in Gedanken nett mit sich selbst umgehen sollte. Für mich ist der innere Schweinehund eher eine Metapher für die Programme, die unser Gehirn kann und weiß. Die einen Menschen haben hilfreiche Programme drauf, die anderen eher weniger hilfreiche. Manche nützen, manche schaden uns. So können die einen sagen: Ich liebe meinen Job und es war mir immer wichtig, etwas zu finden, dass meinen Vorlieben entspricht. Andere hingegen sind so sozialisiert, dass sie sagen, lieber der Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach, ein sicherer Job geht vor. Diese Leute werden oft unglücklich, weil sie etwas haben, was nicht ihren Vorlieben entspricht. Ich versuche mit dem Buch folgende Koordinaten festzulegen: Was tut uns gut, was tut uns nicht gut.

Vielen Deutschen tut ihr Job offenbar nicht gut, in Umfragen ist die Mehrheit immer unzufrieden. Wie wird der Job zum Traumjob?

Wir neigen dazu, immer intensiver zu jammern als wir das müssten. Wichtig ist, dass man sein Gehirn anständig auslastet und nicht jeden Tag nach Schema 08/15 arbeitet. Ich glaube, dass die meisten Leute bei der Arbeit unterfordert sind, weil sie immer wieder die selben Tätigkeit erfüllen. Ein Ausflug in die Welt der Neuropsychologie: Wir können ungefähr 110 Bits pro Sekunde an Informationen verarbeiten. Wenn wir dauerhaft unterfordert sind und somit unter dieser Zahl bleiben, haben wir zuviel Freiraum. Wir beginnen Fragen zu stellen, warum das alles nicht passt. Dann kommen die Antworten: Der Chef ist schuld oder die Kollegen, die Strukturen und die Kunden. Wer unzufrieden ist, ist meist im Job unterfordert.

Zwölf goldene Regeln für den Misserfolg

1. Lassen Sie sich ziellos treiben!

Ziele braucht kein Mensch! Im Gegenteil, Ziele halten Sie nur davon ab, sich auf das zu konzentrieren, was in Ihrem Leben wirklich zählt: das konfuse Hier und Jetzt. Die Bedingungen des Moments eben. Und diese Bedingungen beinhalten eine solche Vielzahl komplexer Verflechtungen, Verpflichtungen, Resultate und Entscheidungen, dass Sie sich in Ihrer entspannten Sinn- und Richtungslosigkeit ganz locker auf Ihren Bauch verlassen können. Geben Sie einfach jedem Impuls nach - er wird Sie schon irgendwo hinführen. Die eigenen Handlungen organisieren sollen andere. Sie jedenfalls sind dafür nicht gemacht. Sie leben das süße Privileg der wahrhaft Entspannten.

Achtung, Ironie! Diese Regeln sind natürlich mit einem Augenzwinkern zu lesen. Quelle: „Das Günter-Prinzip. So motivieren Sie Ihren inneren Schweinehund“, Stefan Frädrich, www.gabal-verlag.de

2. Versuchen Sie zu ernten, ohne gesät zu haben!

Was soll auch immer dieser blöde Fleiß? Schon in der Schule war es viel einfacher, beim Nachbarn abzuschreiben, anstatt selbst zu denken. Sollen die anderen ruhig schwitzen, sich kontinuierlich anstrengen oder mit Widrigkeiten fertig werden müssen! Ihr Geburtsrecht hingegen ist es, alles einziger Mensch auf Erden rein gar nichts für Erfolge tun zu müssen. Denn Sie wissen: Wenn man auch auf die Prozesse achtet, statt nur auf die Resultate, wird es anstrengend. - dann muss man nachdenken, analysieren, steuern. Nein, nein - wenn der Erfolg einfach nicht kommen will, ist der Moment dafür noch nicht reif. Bleiben Sie einfach geduldig und warten Sie weiter ab! Irgendwann fällt Ihnen bestimmt alles in den Schoß.

3. Verzetteln Sie sich in Kleinigkeiten!

Prioritäten braucht kein Mensch, sie wirken nur wie eine Zwangsjacke. Schließlich ist es viel spannender und ehrenhafter, sich den spontanen Eingebungen kritischer Gedanken hinzugeben, anstatt aufs große Ganze zu blicken und über Sinn und Richtung nachzudenken. Nein, Sie sind schließlich kein beschränkter Idealist, der sich nur aufs Wesentliche konzentriert. Sie spielen die komplette Klaviatur der Wenns und Abers, packen stets besonders Vieles und Unterschiedliches an, und wenn Sie der kleine Buchhalter im Kopf kitzelt, dann organisieren Sie sogar Kleinkram so perfekt durch, dass daneben jeder Bürokrat wie ein blasser Dilettant erscheint. Das Ihre Affinität zum Kleinklein mitunter zu Stillstand und Misserfolgen führt, ist nur ein weiterer Hinweis darauf, dass die Welt Ihre eigentliche tiefere Genialität noch nicht verstanden hat. Warten Sie einfach ab und verzetteln Sie sich weiter: Ihre Zeit wird schon noch kommen!

4. Kneifen Sie bei der kleinsten Schwierigkeit!

Auch Sie würden ja heroisch voranschreiten - wenn nur nicht immer diese blöden Widrigkeiten wären: Menschen, die ganz andere Ziele haben. Regeln und Gewohnheiten, die sich Ihnen in den Weg stellen. Überraschungen, die Sie nicht auf dem Schirm hatten. Deshalb ist es Ihr gutes Recht, bei der kleinsten Schwierigkeit zu kneifen - sonst riskieren Sie womöglich lebensgefährliche Anstrengungen und Ihre Freunde halten Sie für einen fanatischen Workaholic! Nein, nein, das haben Sie nicht nötig. Ergreifen Sie deshalb auch weiterhin effektive Gegenmaßnahmen: Reden Sie lieber statt zu handeln! Wenn schon keine Ergebnisse kommen, haben Sie wenigstens Moral geheuchelt. Lenken Sie sich konsequent ab! Es gibt stets genügend gute Gründe, vom Weg abzuweichen und sich eine Auszeit zu gönnen. Sagen Sie immer "Ja, aber..."; wenn eine Idee erfolgversprechend klingt! Es wird schon gute Gründe dagegen geben, sodass Sie untätig bleiben können. Und überhaupt: Grämen Sie sich nicht! Erfolge sind ohnehin nur etwas für langweilige Spießer. Für Leute, die nichts Besseres mit ihrem Leben anzufangen wissen, als immer nur nach vorne zu blicken. Für dröge und schwächliche Typen, die weit weniger aushalten als Sie. Es gehört immerhin eine ordentliche Portion Stärke dazu, sich einzugestehen, dass die Dinge nicht so laufen wie geplant. Ein Glück, dass Ihnen das eigentlich egal sein kann, weil Sie ohnehin nie ernsthaft vorhatten, Ihre Pläne in die Tat umzusetzen.

5. Suchen Sie sich die falschen Vorbilder!

Von den Erfahrungen Erfolgreicher zu profitieren, kann jeder. Aber wäre das Leben nicht viel zu einfach, wenn wir uns alle gut beraten ließen? Machen Sie es lieber spannend: Lassen Sie sich von Menschen beraten, die garantiert keine praktischen Erfolge vorzuweisen haben, aber dafür umso ausschweifender darüber philosophieren! Lernen Sie von Spitzenpolitikern, wie Wirtschaft funktioniert, lassen Sie sich vom paranoiden Nachbarn in die Geheimnisse der aktuellsten Verschwörungstheorien einweihen oder erfahren Sie vom Psychiater, wie man psychisch gesund und glücklich wird! Denn Theorie schlägt Praxis, ist doch klar. Viel kreativen Input können Sie sich natürlich auch im "Freundes"- oder Kollegenkreis holen, indem Sie jede Ihrer Ideen brav zerpflücken lassen, bevor Sie in Gefahr geraten, sie in die Tat umzusetzen: Lassen Sie ihre Geschäftsmodell vom arbeitslosen Sachbearbeiter prüfen, lassen Sie sich vom Kettenraucher erklären, wie man mit dem Rauchen aufhört oder vom Angsthasen, wie man mutig wird! Lassen Sie sich einreden, dass Sie auch nicht schaffen, woran bereits andere vor Ihnen gescheitert sind! Also: Strengen Sie sich bloß nicht an, Sie haben es sowieso nicht drauf! Und falls doch eine gewisse Erfolgsgefahr besteht, dann lassen Sie sich wenigstens vor den unkalkulierbaren Risiken warnen! Wie sollen Sie schon alleine absehen, was alles passieren kann? Besser, Sie vertrauen Ihren falschen Vorbilder. Loser leben immerhin verlässlich risikolos.

6. Geben Sie sich niemals selbst die Schuld!

Etwas ist nicht so gelaufen, wie beabsichtigt? Dann suchen Sie rasch nach einem Schuldigen! Sie selbst freilich haben mit Ihrem Misserfolg nichts zu tun. Nein, nein, daran sind immer nur die anderen schuld. Oder irgendwelche widrigen Umstände. Schließlich weiß man ja, wie das so läuft: Erfolg ist Glückssache, weil man nie wissen kann, ob einem die Umstände gewogen sind. Deshalb können Sie auch guten Gewissens neidisch sein auf diese verdammten Erfolgreichen! Die haben alle nur Glück gehabt - ihnen ist Fortuna gewissermaßen auf den Schoß gesprungen wie ein zutraulicher Pudel. Aber egal: Warten Sie einfach weiter ab und versuchen Sie nicht, Ihre Fehler zu analysieren oder sich sogar zu verbessern - eines Tages ist das Glück auch Ihnen hold!

7. Spielen Sie "Alles oder Nichts"!

Ihnen ist natürlich klar: Erfolg ist eine Alles-oder-nichts-Sache! Entweder hat man ihn, oder man hat ihn nicht. So wie bei einer Klippe: Es gibt oben. Und es gibt unten. Dass Erfolg eher einem Gefälle gleicht, also einer Summe mehrerer richtiger Faktoren, die unterm Strich in den nächsten Level führen, halten Sie für esoterischen Schwachsinn. Deshalb seien Sie ungeduldig und drängen Sie, was das Zeug hält! Dass sich gute Systeme entwickeln und in ihren Effekten erst kumulieren müssen, ist theoretisch Blödsinn. Auch dass es dabei oft auf die Zwischentöne ankommt, wie etwa Kommunikation oder menschliche Beziehungen, ist natürlich Quatsch - es zählen schließlich nur die Fakten und Ergebnisse! Seien Sie also jederzeit bereit, alles von einem Tag auf den anderen über den Haufen zu werfen! Seien Sie dabei absolut unflexibel und opfern Sie selbst lange gewachsene Beziehungen auf dem Altar Ihrer täglich wechselnden Impulse! Irgendwann wird die Konstellation schon stimmen.

8. Bringen Sie garantiert keinen Nutzen!

Konzentrieren Sie sich bei all Ihren Handlungen unbedingt nur auf sich und Ihre eigene Perspektive! Denken Sie dabei niemals daran, was andere Menschen von Ihnen und Ihren Ideen haben könnten - solche Sentimentalitäten gehören in psychologische Jammergruppen und platte Marketingkurse! Sie hingegen sind genial - auf Ihre ganz eigene Art. Anderen mit Ihrem Handeln einen Nutzen zu bringen, käme Ihnen nicht in den Sinn. Wozu auch? Jeder ist sich schließlich selbst der Nächste - leben wir nicht in einer völlig egozentrischen Welt? Und denken Sie natürlich auch niemals fächerübergreifend! Sie haben schließlich jahrelanges hartes Wahrnehmungstraining hinter sich gebracht, um Ihren Tunnelblick zu perfektionieren. Nein, nein, Perspektivenwechsel kann man von Ihnen nicht verlangen. Das wäre ja fast so, als sollte sich ein Handwerker auch mit Service und Verlässlichkeit oder ein Computerspezialist mit dem Vermitteln von Basiswissen auskennen! Lächerlich ... Übersehen Sie einfach großzügig die Bedürfnisse anderer Menschen! Sie werden auf Ihrem Weg schon alleine zurechtkommen.

9. Nehmen Sie stets mehr als Sie geben!

Und wo wir schon mal bei der Ignoranz sind: Behandeln Sie unbedingt die Menschen schlecht, die gut zu Ihnen sind! Freunde? Loyale Kunden? Verlässliche Mitarbeiter? Stabile Beziehungen? Geliebte Familie? Braucht doch kein Mensch! Oder besser: Wenn die Beziehungen ohnehin schon stehen, müssen sie nicht extra gepflegt werden. Zeigen Sie Ihren Liebsten einfach, dass Sie für Höheres berufen sind: für all die Kunden, die Sie noch nicht gewonnen haben, oder all die tollen Freunde, die andere haben! Die Kirchen in Nachbars Garten sind schließlich immer besonders lecker. Es ist Ihr gutes Recht, immer mehr zu wollen und dabei von denen zu nehmen, die Ihnen etwas geben. Dankbarkeit? Etwas zurückgeben? Oder sogar ein Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen anstreben? Das ist doch nur etwas für hoffnungslose Romantiker!

10. Geben Sie stets mehr als Sie nehmen!

Andererseits: Manchmal müssen Sie im Leben einfach Dreck fressen! Vor allem, wenn Sie die Sympathien der Menschen gewinnen wollen, denen Sie total egal sind, oder die Sie sogar wie einen Dreckklumpen am Schuh behandeln. Nun müssen Sie sich natürlich ins Zeug legen: Geben Sie solchen Menschen stets mehr, als Sie zurückbekommen - das sind diese Menschen so gewohnt! Vor allem, wenn andere Sie schlecht behandeln, müssen Sie besonders nett sein. Was sollen die anderen auch sonst von Ihnen denken? Etwa, dass Sie sich selbst auch wichtig sind? Gott bewahre, bloß nicht ! Denn erst wenn Sie ihre Persönlichkeit aufgeben und sich komplett nach deren Bedürfnissen richten, erhalten Sie das Privileg, ihnen dienen zu dürfen. Dass dabei ihr eigenes Leben auf der Strecke bleibt, ist nicht so schlimm - schließlich haben Sie sich ohnehin noch nie viel daraus gemacht.

11. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Schwächen!

Mit seinen Stärken gewinnen, kann jeder: Der Stürmer schießt Tore, der Tüftler tüftelt und der Kommunikator kommuniziert - wie langweilig! Sie hingegen haben derlei Unterforderung nicht nötig. Nein, stattdessen haben Sie sich heroisch auf die Fahnen geschrieben, gegen Ihre eigene Natur zu handeln und sich konsequent in dem zu üben, was Sie weniger gut können: Nun sind Sie womöglich ein super Torwart, der in den Sturm wechselt. Oder ein Tüftler, der sich für den Job im Außendienst bewirbt. Oder vielleicht ein Top-Außendienstler, der unbedingt ins Controlling will. So erleben Sie immer wieder Ihre eigenen Grenzen und rauben sich Mut und Energie, bravo! Sollen doch die langweiligen Erfolgreichen scheinbar mühelos ihre billigen Siege davontragen!

12. Lernen Sie nichts aus Erfahrungen!

Zum Schluss noch eine ganz besonders wichtige Voraussetzung für Ihren persönlichen Misserfolg: Verstehen Sie das Leben unbedingt als ein starres Gebilde, in dem Sie rein gar nichts beeinflussen können! Lernen Sie also keinesfalls aus Feedback, sondern machen Sie alles immer so wie schon zuvor - wozu sich auch verändern, wenn alles ohnehin so bleibt, wie es ist? Und sollten Sie dennoch einmal über offensichtliche Veränderungen stolpern, dann ignorieren Sie sie, so lange es geht. Ganz wichtig: Gehen Sie Veränderungen konsequent aus dem Weg! Tun Sie alles, um Ihre unheile alte Welt möglichst für immer aufrechtzuerhalten! Und erst wenn sie nicht mehr anders können, stellen Sie sich dem Unausweichlichen - dann natürlich motzend, jammernd und fleißig auf die Nachteile der Veränderungen hinweisend.

Was kann man dagegen tun?

Es gibt die klassische Dreiteilung: „Love it, change it or leave it“. Wenn ich meine Arbeit liebe, ist alles wunderbar. Wenn ich mit dem Job zumindest grundsätzlich zufrieden bin, sollte ich versuchen ihn jeden Tag etwas schöner zu machen. Wie? Vor allem dadurch, dass man sich selbst verbessern möchte. Das Streben nach Perfektion ist ein wichtiger Antrieb für Menschen. Weil wir auf diese Weise im Kopf den Neurotransmitter Dopamin ausschütten, unser Lernsystem anschalten. Lernen ist das langfristige Glückssystem. Deshalb sollte man sich jeden Tag fragen, was kann ich hier strukturell verbessern. Dann lässt sich auch ein Job, der einen eigentlich nicht so glücklich macht, als zufriedenstellend empfinden. Das wäre die Variante „Change it“ ...

... Änderungen muss der Chef aber zulassen.

Klar. Sie brauchen ein Umfeld, in dem Änderungen gestattet sind. Wenn sie einen Job haben, in dem man sie nicht als Gehirn, als lebenden Organismus wahrnimmt, sondern soldatengleich nur Befehle empfangen und in Routine erstarren, ist das der sicherste Weg, um unglücklich zu werden.

Dann gilt Variante drei: „Leave it“?

Das machen sich viele Leute nicht so bewusst. Wir leben in einer freien Welt und wenn man dauerhaft unzufrieden ist und eben nichts ändern kann, dann muss man die Konsequenzen ziehen und gehen. Sonst wird man nicht glücklich. Dieses Gefühl ist ja kein Scheitern, sondern der Hinweis, dass es nicht passt. Ich selbst habe zweimal den Job gewechselt, war weder als Arzt noch später in der Geschäftsführung eines mittelständischen Textilhändlers glücklich, konnte auch nichts ändern - und bin gegangen. Also bin ich in eine selbstständige, kreative Tätigkeit gewechselt und jetzt passt es. Aber es war hart zweimal zu sagen: Du bist noch nicht angekommen und musst weiterziehen.

Kommentare (4)

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kasdo

05.10.2011, 13:10 Uhr

Hahahaha - ein versuch die Leute zu motivieren !

Mit anderen Worten - wir sollen schön schaffen uns uns krumm legen, während überall in der Welt Milliarden von Geld hin und her jongliert wird, und wir ständig belogen udn betrogen werden (siehe Riester-Rente etc.)

Viele Leute reissen sich auch GANZ BEWUSST keinen Fuß mehr raus ! Wir werden doch sowieso ständig belogen, Banker kriegen ihre Boni hinten reingeschoben. Wichtige Manager /Banker/Politiker die was verbocken werden nichtmal bestraft, sondern gehen mit dem "goldenen Handschlag"

HAHAHA, warum sollen wir überhaupt noch arbeiten gehen !
Wir wehren uns schon lange und machen Dienst nach Vorschrift und was besonder spaß macht: Wir sperren absichtlich und verkomplizieren Dinge ! Damit auch schön langsam gearbeitet wird.

Erstmal seid ihr Politiker und Banker da oben ehrlich, dann sind wir wieder motiviert. Wenn ihr lügt, lügen wir auch, und machen einfach nicht mehr mit !
Widerstandsparagraph 20 Absatz 4 deutsches Grundgesetz

Da könnt ihr noch soviel "Überredungsversuche mit den Medien" starten - da lachen wir noch lauter drüber.

postfachdef@gmx.de

05.10.2011, 13:20 Uhr

Der Artikel ist ein Versuch unseren Zustand der "modernen Sklaverrei" den wir haben zu erhalten, und zu verhindern, daß die Millionen von Sklaven...ehm..Facharbeitern jetzt vielleicht wegen der Finanzkrise bemerken, daß es zwar Gesetze gibt, aber das Politiker/Banker und Manager sich ab einer bestimmten Ebene nicht daran halten müssen - diese Gesetze gelten nur für die Sklaven...ehm...Facharbeiter

KriminelleMachenschaften

05.10.2011, 14:56 Uhr

Die oberen beiden Kommentare unterschreibe ich voll und ganz.
Die Medien und voran das Handelsblatt zeichnen von der Arbeitswelt nur noch das Bild des untertaenigen Arbeitnehmers. Da gabs mal eine Reihe im Handelsblatt die hies "Ueberleben im Buero. Es wird nur noch der Kampf jeder gegen jeden propagiert. Es geht nicht mehr um Sachthemen sondern allein um die Darstellung. Wie in der Politik auch.

Ihr versucht uns gegeneinander aufzubringen. Ihr regiert mit negativen Emotionen. Angst und Selbstsucht sind eure Helfer.

Tauschhandel, Ersatzwaehrungen, etc.pp.
Alles was den Verbrechern dieser Welt in den Parlamenten, Regierungen, NGOs,... schadet hilft uns.

Die westliche "freie" Welt ist inzwischen Ostblock pur.
Leistung lohnt sich nicht sondern wird ohne Gegenleistung abgegriffen. Macht halt keinen Spass mehr in eurer schoenen neuen Welt seinen Beitrag zu leisten.

Also: Ihr koennt uns mal. Eure Schuldensklaverei macht mal schoen selbst.

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