Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.07.2017

06:48 Uhr

Musk streitet mit Zuckerberg

„Sein Verständnis des Themas ist begrenzt“

Ist künstliche Intelligenz eine Gefahr für die Menschheit? Ja, sagt Tesla-Chef Elon Musk und fordert staatliche Regulierung. Dafür gab es deutliche Kritik von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Aber Musk schießt zurück.

Der Streit zwischen den beiden Unternehmern über die künstliche Intelligenz eskaliert. AP

Mark Zuckerberg (links) und Elon Musk

Der Streit zwischen den beiden Unternehmern über die künstliche Intelligenz eskaliert.

WashingtonDer Streit zwischen den Chefs des sozialen Netzes Facebook und des Elektroautobauers Tesla, Mark Zuckerberg und Elon Musk, über die künstliche Intelligenz eskaliert. Musk warf seinem Rivalen am Dienstag vor, von der Materie wenig zu wissen. „Sein Verständnis des Themas ist begrenzt“, schrieb Musk über Zuckerberg auf Twitter.

In dem Streit geht es um die Frage, ob Roboter irgendwann so intelligent werden, dass ihre menschlichen Schöpfer töten könnten. Musk hatte davor gewarnt und fordert eine strengere Regulierung durch den Gesetzgeber. „Künstliche Intelligenz stellt ein grundlegendes Risiko für die Existenz der menschlichen Zivilisation dar, auf eine Weise wie es Autounfälle, Flugzeugabstürze, schadhafte Drogen oder schlechtes Essen nie waren“, hatte Musk erklärt.

Elon Musk warnt vor Künstlicher Intelligenz: Wer hat Angst vor denkenden Maschinen?

Elon Musk warnt vor Künstlicher Intelligenz

Premium Wer hat Angst vor denkenden Maschinen?

Stephen Hawking, Bill Gates und nun auch Elon Musk: In drastischen Worten warnt der Tesla-Gründer vor den Gefahren einer künstlichen Superintelligenz – und fordert eine vorsorgliche Regulierung. IT-Experten widersprechen.

Vor Musk haben schon viele weitere Denker und Unternehmer vor den Gefahren gewarnt, darunter auch der Starphysiker Stephen Hawking. Er sagte: „Die Internet-Unternehmen müssen viel mehr machen, um dieser Gefahr zu entgehen.“

Zuckerberg dagegen sagte zuletzt, es sei von Schwarzmalern unverantwortlich, Schreckensszenarien zu entwerfen. „Ich bin wirklich optimistisch.“ Musk, der auch Chef der Raumfahrtfirma SpaceX ist, und Zuckerberg sind zwei der bekanntesten Unternehmer im Silicon Valley.

Von

rtr

Kommentare (11)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Holger Narrog

26.07.2017, 08:45 Uhr

Bereits in den 1950er Jahren wurde die Angst vor der Maschinendominanz geschürt und seitdem immer wieder aufgewärmt.

Persönlich denke ich, dass Maschinen in der Tat immer selbständiger agieren. Selbstfahrende Züge, Autos, Schiffe und Flugzeuge können sich in den nächsten 30 Jahren etablieren. In Fabriken werden immer mehr Funktionen automatisiert. Theoretisch könnte man sich eine von Maschinen dominierte Gesellschaft in etwa 50 Jahren vorstellen.

Andererseits gibt es auf der Erde noch grosse, preiswerte Arbeitskräftepotenziale die mit Maschinen wirtschaftlich konkurrieren müssen/können. Aktuell technisch führende Altindustriestaaten wie Deutschland, Schweden werden in 20 Jahren ganz andere Gesellschaften beherbergen die kaum in der Lage sind technisch führend zu sein. Ob Länder wie China und Indien diese Automatisierung dann weitertreiben ist fraglich. Insofern wird die Roboterwelt noch etwas auf sich warten lassen.

Eine Logik als Regierung wäre sicherlich spannend zumal diese wohl eine dem Merkel Regime entgegengesetzte Politik betreiben würde.
- Die Logik würde sicherlich keine regelmässigen "Rettungspakete" für Griechenland schnüren.
- Die Logik würde vermutlich Frau anweisen im Sinne der Nachhaltigkeit Frau zu sein und auf Karriere zu verzichten.
- Die Logik würde vermutlich solche ökoreligiösen Visionen wie "Erneuerbare Energien", "Klimawandel" der Religion zuordnen und solchen Unsinn auf das zu spirituellen Zwecken notwendige Mass begrenzen.
- Eine Logik könnte bei der ökoreligiös motivierten Stilllegung voll funktionsfähiger moderner, umweltfreundlicher Kernkraftwerke einen Kurzschluss erleiden.

Herr Ralf Peekel

26.07.2017, 09:10 Uhr

Das ist ja gerade das Problem, dass Leute die wenig Ahnung von Software haben, plötzlich Meinungen abgeben, die millionenfach wiederhallen (FBook Community)
Schauen wir uns mal die Quali von Facebook Programmen an, da wird einem Angst und Bange. Falls sie jemals Werbung auf FBook selbst tun wollen, steht Ihnen einiges bevor.
Qualitativ hochwertige Software, wie wir sie von SAP gewohnt sind, können sie hier vergessen. Das gleiche gilt für Google. Was Google gut kann ist Werbung verkaufen.
Das User handling ist schlimm und Facebook wusste nichts besseres als das bit für bit nachzubauen.
Microsoft?? Da bete ich bei jedem Windows update! Was wird mal wieder zerstört, bewusst überschrieben oder funktioniert schlicht nicht.
Auch der ständige Wechsel von Positionen ist unerträglich. Sie wissen genau es gibt diese Funktion, sie müssen sie nur wieder finden :-(
AI ist ein Instrument das möglichst viele Experten in den richtigen Bahnen halten müssen und das muss mit Regierungseinfluss sein.
Schauen sie an wie viele prof. Unternehmen noch immer von Vieren attackiert werden die ein simpler regelmäßiger update verhindert hätte.
Sprüche wie von Herrn Bill Gates "Fehler Reparatur verkauft keine Software" sagt einiges über die Arbeitsmoral und lässt uns wohl heute noch leiden.
Der Einfluss und die Wucht mächtiger Software, wird noch immer von vielen, selbst vermeintlichen Experten unterschätzt.
Da ist Herr Zuckerberg sicher nicht der einzige.

Benedict Holbein

26.07.2017, 09:30 Uhr

Lieber Herr Narrog,

eine Logik, wie Sie es nennen, würde zu allererst das kapitalistische Wirtschaftssystem, welches auf ständigem Wachstum und irreversibler Ausbeutung von Ressourcen nach menschlichen Zeitmaßstäben - entgegen den Regeln der Physik und Thermodynamik - basiert.
Die Startdiskussion war: Steuern wir auf eine Technokratie zu? Ihr Kommentar zeigt, wir leben schon lang in einer.
Wenn man den Versuch verantwortungsvoll mit Mensch und Ressourcen umzugehen, jede winzige Abkehr vom ökonomischen Pragmatismus mit dem - und hier kann man tatsächlich von Religion sprechen - Mantra der Alternativlosigkeit der kapitalistischen Wettbewerbsordnung, populistisch als religiöse Sinnlosigkeiten abtut, zeugt das von einer vollkommenen Verkennung natürlicher, globaler Zusammenhänge.
Klimawandel, Umweltzerstörung, ökonomische und ökologische Ausbeutung vielerorts sind reale menschliche Fehler, die vor allem auf Gier fußen.
Eine Maschine, die nicht Ihren persönlichen kurzfristigen Vorteil im Blick hat, sondern tatsächlich einer allgemeinen Logik unterliegt würde im Gegenteil: Eine wirtschaftliche und ökologische Balance, mit möglichst geringem Risiko und Verbrauch, zur Maximierung der Laufzeit anstreben. 100% erneuerbare Energieerzeugung, wirtschaftlicher Ausgleich nationaler bzw. regionaler Handelspartner, 0 Diskriminierung oder Freiheitsbegrenzung von Gruppen zur Wahrung des gesellschaftlichen Friedens.
Kurz: Eine Maschine würde, vorausgesetzt sie wurde zum Wohle der Menschheit und nicht nur des Besitzers programmiert, auf menschlichen Schwächen und Ignoranz basierende Fehler unterlassen.

PS: Das Frauen, Frauen sein können und trotzdem nicht auf Karriere verzichten müssen, ist gerade eine Errungenschaft der modernen Entwicklung. Ob im Sinne der Nachhaltigkeit jeder Mensch sich fortpflanzen sollte ist dagegen eine andere Frage.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×