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23.04.2015

17:04 Uhr

Nach Milliardenverlust

Spanien verweigert Auslieferung von JPMorgan-Manager

Ein früherer Manager von JPMorgan muss keine Auslieferung in die Vereinigten Staaten fürchten. Der spanische Gerichtshof lehnte ein entsprechendes Gesuch der USA ab. Der Banker hatte Milliarden verzockt.

Der Nationale Gerichtshof in Madrid hat ein Gesuch der Vereinigten Staaten abgelehnt, einen ehemaligen JPMorgan-Manager auszuliefern. ap

JPMorgan-Manager muss nicht in die USA

Der Nationale Gerichtshof in Madrid hat ein Gesuch der Vereinigten Staaten abgelehnt, einen ehemaligen JPMorgan-Manager auszuliefern.

MadridDie spanische Justiz hat ein Auslieferungsgesuch der USA für einen früheren Manager der US-Großbank JPMorgan Chase abgelehnt, der an einem milliardenschweren Spekulationsverlust des Geldhauses beteiligt gewesen sein soll. Der Nationale Gerichtshof in Madrid begründete die Entscheidung am Donnerstag damit, dass der von den USA mit einem internationalen Haftbefehl gesuchte Banker spanischer Staatsbürger sei.

Außerdem habe der Mann die ihm zur Last gelegten Straftaten nicht in den USA begangen, sondern in Großbritannien. Der Manager steht in den USA im Verdacht, als früherer Mitarbeiter von JPMorgan Chase in London zusammen mit einem Kollegen Verluste von Finanzwetten in Höhe von sechs Milliarden US-Dollar (5,5 Milliarden Euro) verheimlicht zu haben. Die US-Justiz legt dem Spanier und einem aus Frankreich stammenden Kollegen Urkundenfälschung und Betrug an den Anteilseignern der Bank zur Last.

Diese Banken haben die beste Kernkapitalquote

Platz 8

Crédit Agricole (Frankreich) – 9,0 Prozent

Kernkapitalquote nach Basel III ausgewählter Banken, 1. Quartal 2014, Quellen: Bloomberg, Thomson Reuters

Platz 7

Deutsche Bank – 9,5 Prozent

Platz 4

Bank of America (USA) – 9,6 Prozent

Platz 4

JP Morgan (USA) – 9,6 Prozent

Platz 4

Barclays (Großbritannien) – 9,6 Prozent

Platz 3

BNP Paribas (Frankreich) – 10,6 Prozent

Platz 2

HSBC (Großbritannien) – 10,8 Prozent

Platz 1

UBS (Schweiz) – 13,2 Prozent

Der Banker war im August 2013 in Spanien festgenommen und unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden. Das Gericht wies die US-Behörden auf die Möglichkeit hin, den Mann vor der spanischen Justiz zur Rechenschaft zu ziehen.

Von

dpa

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