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21.11.2011

16:26 Uhr

Nach nur vier Monaten

Stefan Mappus hört bei Merck auf

Der ehemalige Ministerpräsident Stefan Mappus hat um die Auflösung seines Vertrags mit dem Pharmakonzern Merck gebeten. Mappus war wegen des EnBW-Einstiegs des Landes Baden-Württemberg unter Beschuss geraten.

Stefan Mappus dapd

Stefan Mappus

DarmstadtEs war nur ein kurzes Zwischenspiel in der Pharmabranche: Ex-Ministerpräsident Stefan Mappus gibt schon nach wenigen Monaten beim Darmstädter Arzneimittelhersteller und Spezialchemiekonzern Merck auf.

„Die zumeist diffamierenden Angriffe und Verleumdungen gegen meine Person und die von mir geführte Landesregierung im Zusammenhang mit dem Einstieg des Landes bei der EnBW erfordern eine angemessene Reaktions- und Wehrfähigkeit meinerseits“, sagte der CDU-Politiker den „Stuttgarter Nachrichten“ (Dienstagausgabe). Er bedaure den Schritt sehr und danke Merck für Vertrauen und Verständnis.

„Herr Mappus hat um die Auflösung seines Vertrages bis zum Ende des Jahres gebeten. Wir bedauern dies sehr“, sagte ein Sprecher des Traditionsunternehmens am Montag. Der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg hatte erst im September bei Merck angefangen. Ab März 2012 sollte der Industriekaufmann und Diplom-Ökonom mit Brasilien die größte Landesgesellschaft des Unternehmens in Lateinamerika leiten.

Im Oktober hatte der Staatsgerichtshof in Stuttgart entschieden, dass die schwarz-gelbe Landesregierung unter Mappus bei dem 4,7 Milliarden Euro teuren Aktienkauf den Landtag widerrechtlich umgangen habe. Dem höchstrichterlichen Urteil zufolge verstieß der Rückkauf gegen die Landesverfassung. Mappus hatte den Kauf am 6. Dezember 2010 bekanntgegeben. Der Landtag hatte aber erst Tage später zugestimmt. Mappus hatte sich auf einen Notstand berufen. Seiner Ansicht nach hätte eine Information des Parlaments das Geschäft gefährdet.

Kommentare (9)

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ebrav

21.11.2011, 16:20 Uhr

das zweite "schweinchen schlau" nach dem famosen lutz claaasen aus bw. wir schanllen halt wié wir schnell an die kohle kommen. dr steafan hot bschtimmt an guate ufflösungsvrtag gmacht!

stetson

21.11.2011, 16:49 Uhr

Manchen Menschen muss man nur tief in die Augen schauen und man weiß, was man charakterlich von ihnen zu halten hat. Dass solche Menschen trotzdem solche Karrieren machen konnten und können, ist ein Armutszeugnis für das politische Deutschland.

user111111111

21.11.2011, 17:18 Uhr

Ach der Mappus. Das war dem eine Nummer zu groß bei Merck. Da musste er richtig arbeiten und das heißt richtig wirtschaften und für die eigener Fehler gerade stehen.

Er hatte ja zuvor in der Wirtschaft nie eine ähnliche Position wie jetzt bei Merck.

Tja Mappus ... schade was :D Hast mal wieder den Mund zu voll genommen.

Im mein, er war doch weit weg von Deutschland. Was haben den seine Vorwürfe mit seinen neuen Job zu tun?

Roland Koch wurde auch angegiftet. Aber er bleibt. Vor allem hat Roland Koch eine weitaus höhere Position als Mappus.

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