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25.06.2013

14:43 Uhr

Nach schwachem Jahresstart

Zahl der Bauaufträge zieht wieder an

Der Jahresauftakt war für die Baubranche witterungsbedingt nicht rosig. Doch im April haben die Bestellungen erstmals wieder angezogen. Das war das erste Plus seit Oktober 2012.

Der Winter reichte bis in den März. Das belastete den Umsatz des Baugewerbes. dpa

Der Winter reichte bis in den März. Das belastete den Umsatz des Baugewerbes.

WiesbadenNach dem witterungsbedingt schwachen Start ins Jahr hat der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im April erstmals wieder angezogen. Die Bestellungen lagen real um 2,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahres, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Das sei das erste Plus seit Oktober 2012, noch im März war der Ordereingang um 9,2 Prozent zum Vorjahr eingebrochen. In den ersten vier Monaten 2013 bleibt ein Minus von preisbereinigt 2,9 Prozent.

Nach den Angaben steigerten die Baufirmen im April ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,0 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. Dieses Ergebnis ist aus Sicht des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie jedoch nicht zufriedenstellend: „Angesichts der hohen Auftragsbestände und der Tatsache, dass den Bauunternehmen zwei Arbeitstage mehr zur Verfügung standen als im vergleichbaren Vorjahresmonat, hätte das Umsatzplus höher ausfallen müssen.“

Das sind Europas größte Baukonzerne

Platz 9

NCC AB – 8,42 Milliarden Euro Umsatz

Das schwedische Unternehmen mit seinen knapp 18.000 Mitarbeitern wurde erst 1988 gegründet. Heute besteht es aus vier großen Geschäftsbereichen, unter anderem „NCC Housing“ und „NCC Roads“.

Platz 8

Ferrovial (Spanien) – 9,7 Milliarden Euro Umsatz

Das Unternehmen aus Madrid baut und betreibt auch Autobahnen und Flughäfen. Der Konzern errichtete unter anderem das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Platz 7

Balfour Beatty (Großbritannien) - 11,63 Milliarden Euro Umsatz

Bereits seit 1909 sind die traditionsreichen Briten im Baugeschäft tätig und gehören zu den Platzhirschen in Europa. Die Londoner beschäftigen europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

Platz 6

Strabag (Österreich) – 13,12 Milliarden Euro Umsatz

Aus Wien in die Welt: Die Österreicher haben vor allem in Osteuropa expandiert. Seit 2014 konnte der Konzern den zuvor stark abgerutschten Umsatz stabilisieren und zuletzt wieder leicht steigern.

Platz 5

Eiffage (Frankreich) – 14,06 Milliarden Euro Umsatz

Neben einigen TGV-Trassen gehört auch die Erweiterung des EU-Parlaments zu den großen Projekten des Konzerns. In Deutschland sind rund 3.000 Eiffage-Mitarbeiter beschäftigt.

Platz 4

Skanska (Schweden) - 16,36 Milliarden Euro Umsatz

Kaum eine Straße, ein Kraftwerk oder Bürogebäude in Schweden ist ohne Beteiligung des skandinavischen Bauriesen entstanden. Auch international sind die Schweden aus Solna mittlerweile breit aufgestellt.

Platz 3

Bouygues (Frankreich) - 32,43 Milliarden Euro Umsatz

Neben Immobilien und dem Straßenbau ist der Pariser Konzern Großaktionär des französischen Fernsehsenders TF1. 2015 musste das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr leichte Umsatzeinbußen hinnehmen.

Platz 2

ACS (Spanien) - 34,93 Milliarden Euro Umsatz

Die Spanier haben in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Allein in den vergangenen drei Jahren stieg der Umsatz um rund zehn Milliarden Euro und ACS klettert das Treppchen weiter hoch. Zum Konzern gehört auch das deutsche Unternehmen Hochtief.

Platz 1

Vinci (Frankreich) – 38,52 Milliarden Euro Umsatz

Der größte Baukonzern Europas ist auch der größte Baukonzern der Welt und in der Kleinstadt Rueil-Malmaison nahe Paris beheimatet. Dem Konzern gehört unter anderem die Hälfte aller französischen Autobahnen. 2015 verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzminus von knapp 0,5 Prozent.

Quelle: Deloitte

Und weil der lange kalte Winter das Baugeschäft bis in den März hinein lahmlegte, setzten die Betriebe im bisherigen Jahresverlauf nur rund 21,1 Milliarden Euro um - 6,5 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie geht davon aus, dass die Bauunternehmen diesen Umsatzrückgang angesichts der vollen Orderbücher im Jahresverlauf noch weiter ausgleichen können. Schon im Vormonat hätten die Betriebe den höchsten Bestellbestand in einem März seit 1999 gemeldet.

Bisher konnten die Aufträge jedoch nicht wie gewünscht abgearbeitet werden. Auch im April 2013 hätten 71 Prozent aller im Rahmen des ifo-Konjunkturtests befragten Bauunternehmen eine Behinderung der Bautätigkeit aufgrund schlechter Witterung gemeldet.

Ende April waren im Hoch- und Tiefbau 732 000 Menschen beschäftigt, 16 000 oder 2,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Von

dpa

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