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12.10.2015

18:23 Uhr

Nach Verkäufen an Fresenius

Rhön-Klinikum kauft eigene Aktien zurück

Mit dem Ziel, die Bilanz zu verkleinern, hat der Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum eigene Aktien im Wert von 167 Millionen Euro zurückgekauft. Nötig wurde dies durch den Verkauf von Unternehmensanteilen an Fresenius.

Rhön-Finanzvorstand Jens-Peter Neumann sprach von einem „Vertrauensbeweis“ der Anteilseigner. Die verkleinerte Bilanz biete „die besten Voraussetzungen, um unsere organischen und akquisitorischen Wachstumschancen im deutschen Klinikmarkt entschlossen nutzen zu können“, sagte Neumann. dpa

Rhön-Klinikum AG

Rhön-Finanzvorstand Jens-Peter Neumann sprach von einem „Vertrauensbeweis“ der Anteilseigner. Die verkleinerte Bilanz biete „die besten Voraussetzungen, um unsere organischen und akquisitorischen Wachstumschancen im deutschen Klinikmarkt entschlossen nutzen zu können“, sagte Neumann.

FrankfurtDer Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum hat innerhalb eines Monats eigene Aktien für 167 Millionen Euro zurückgekauft. Die Anteilsscheine sollten eingezogen und das Grundkapital dadurch um neun Prozent abgeschmolzen werden, teilte Rhön-Klinikum am Montag mit.

Das fränkische Unternehmen hatte angeboten, 7,1 Millionen seiner Aktien für je 25,54 Euro zurückzukaufen, die Aktionäre nahmen die Offerte für gut 6,5 Millionen Aktien an. Der Rückkaufpreis lag leicht über dem Kurs der Rhön-Aktie vom Montag.

Die Rückkaufaktion ist die Konsequenz daraus, dass Rhön den Großteil seines Geschäfts an Fresenius verkauft hatte. Die Bilanz war danach im Vergleich zum operativen Geschäft zu groß, der Erlös aus dem Verkauf sollte zum Teil an die Aktionäre weitergereicht werden.

Die größten Krankenhausbetreiber

1. Fresenius/ Helios

Nach der Übernahme von 43 Krankenhäusern und 15 medizinischen Versorgungszentren des Rivalen Rhön-Klinikum kommt die in Berlin ansässige Fresenius-Tochter Helios künftig auf 117 Kliniken und steigt damit zu Europas größtem privaten Klinikbetreiber auf. Der Umsatz der erweiterten Krankenhausgruppe liegt damit bei rund 5,5 Milliarden Euro im Jahr. Die Gruppe wird rund 70.000 Beschäftigte haben.


2. Asklepios

Der Hamburger Klinikkonzern Asklepios betrieb im vergangenen Jahr 150 Kliniken und Gesundheitseinrichtungen. Mit rund 34.000 Beschäftigten erwirtschaftete das Unternehmen im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben einen Umsatz von 2,98 Milliarden Euro.

3. Sana Kliniken

Dem bayerischen Krankenhausbetreiber Sana Kliniken aus Ismaning bei München gehörten zuletzt 48 Kliniken. Das Unternehmen mit rund 26.000 Beschäftigten kam 2012 auf einen Umsatz von 1,79 Milliarden Euro.

4. Rhön Kliniken

Nach dem Verkauf der Mehrheit der Kliniken an Fresenius betreibt der fränkische Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum aus Neustadt an der Saale künftig nur noch zehn Kliniken an fünf Standorten. Darunter ist auch die bislang in Deutschland einzige privatisierte Universitätsklinik Gießen und Marburg. Mit rund 15.000 Beschäftigten wird Rhön künftig auf einen Jahresumsatz von einer Milliarde Euro kommen.

5. Schön Klinik

In der Hand der in Prien am Chiemsee ansässigen Schön Klinik waren zuletzt 16 Einrichtungen. Die Gruppe erwirtschaftete 2012 mit rund 8500 Beschäftigten einen Umsatz von 591 Millionen Euro.

6. Paracelsus-Kliniken

Die in Osnabrück ansässige Klinikgruppe Paracelsus-Kliniken besaß im vergangenen Jahr 29 Kliniken und neun ambulante Einrichtungen. Das Unternehmen erzielte im vergangenen Jahr mit rund 4800 Beschäftigten einen Umsatz von rund 345 Millionen Euro.

Finanzvorstand Jens-Peter Neumann sprach von einem „Vertrauensbeweis“ der Anteilseigner. Die verkleinerte Bilanz biete „die besten Voraussetzungen, um unsere organischen und akquisitorischen Wachstumschancen im deutschen Klinikmarkt entschlossen nutzen zu können“, sagte Neumann.

Von

rtr

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